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Bei einer guten Tat sind wir uns stets selbst genug; bei einer bösen

Tat sehen wir uns jedoch nach Mitschuldigen um.
Heinrich Martin

Wenn Gott nicht existierte, so müßte man ihn erfinden; aber die ganze Natur ruft uns zu, daß er ist.
Voltaire

Wem?

Wem in's Herze schmeicheln
wem in's Auge seh'n
wem die Seele streicheln
wessen Not versteh'n

wem die Hände reichen
wessen Glück geteilt
womit sich vergleichen
wer allein verweilt

in der liebesentleerten
in der argen Zeit
in der grundverkehrten

...in der Einsamkeit...
© Thomas S. Lutter

Trauer heißt,
trau dich!
...in stille Kammern sich führen lassen,
...von der Angst sich den Boden
wegziehen lassen,
...sich in seiner ganzen Verletzlichkeit zeigen,
bis selbst das Ich aufgibt,
kein Trost mehr da ist,
fällst du,
endlos in ein Nichts,
bis du frei bist
und merkst,
das Leben kann so schön sein...
Trau dich!
© Petra Speth

Kleine Wünsche haben heißt nicht,
wunschlos glücklich zu sein.
© Walter Ludin

Der Montag ist die widerlichste Art, sich 1/7 seines Lebens zu versauen.
© Willy Meurer

Ohne Verrat würde man Treue nicht bemerken.
Alter Spruch

Aufregen kann ich sie alle. Jeden einzelnen zu beruhigen, geht über meine Kraft.
Karl Kraus

Gemeoss

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Im Schachverein wurde der Kommunikation erfolgreich ein Schach geboten.©

Reiner Klüting Der Altruist opfert, der Egoist spendet. © Alfred Selacher Doppel-Moral ist keine doppelte, sondern nur die halbe Moral. © Helmut Glaßl Wer das Äußere des anderen wertet, reflektiert sein Inneres! © Bruno O. Sörensen Das Leben ist Schwäche. Stärke ist die Ausnahme. © Peter Temple Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen, nur die der Freiheit nicht. Carl Ludwig Börne Das Leben damit zubringen, Worte zu machen, überlasse man Journalisten. Michel de Montaigne Bedenkliches Symptom. Wenn einem gleichgültig wird, was man viele Jahre lang gerne getan hat. © Erich Ellinger Man wäg' die Stimmen nach dem inneren Werte: Der Starke nur spricht ein entscheidend Wort. Karl Theodor Körner Bekämen Minister so viel wie Müllmänner, wär's sauberer im Lande. © Manfred Hinrich

Gott: eine Maske zwischen dem Menschen und dem Göttlichen. Eine Maske, die das

unfaßbar Göttliche hinter der Maske faßbar, sichtbar macht. Eine Maske, die das unendlich große Göttliche dahinter auf den Punkt bringt. Eine Maske, die das unberührbar Göttliche menschlich macht. Eine Maske, die das wortlos Göttliche ansprechbar macht. Die Maske: eine Vorstellung. Das Göttliche dahinter: Realität. © Markus Weidmann Im Angesicht der Sterne Einen Kuß der Liebsten durch die Nacht, über den Himmel im Angesicht der Sterne und dem ganzen Firmament, vorbei am Vollmond, bis zum Wiedersehen freue ich mich und warte auf Dich. © Ladore de Schygall Die Weisheiten eines Fußballers vor und nach dem Spiel, erinnern einen immer an das Volk der Dichter und Denker. Schmerzlich! © Erhard Blanck Er hatte einen Traum, der zu schön war, um wahr zu sein. Sie hatte eine Wirklichkeit, die zu wahr war, um schön zu sein. Gegensätze, die sich nicht anzogen. Unbekannt Zwerge, die sich als Riesen glauben, versetzen nur Hügel. © Stefan Schütz Frau Gegenwart ist in gesegnet...

Oft kommen mir die Tage nur wie aneinander gereihte Stunden vor; wenn wir

auf die nächsten warten, wollen die jetzigen nicht vergehen. Und Nächte, aus denen wir nicht erwachen wollen. .... Im Gedanken an diesen Abend sind schnell 4 Wochen vergangen. Keine Ahnung, ob die Zeit gegen uns spielt, aber mit ihr spielen liegt mir fern. Vielleicht ist das mein Problem: selbst wenn ich mit euch lache, ist mir die Zeit wichtig. © Bettina Reidies Meine Freiheit Mögt ihr mich tausendmal mit Zwang Auf eine Wendung schrauben – Ich werde der Spirale Gang Mir selbst zu ziehn erlauben. Karl Friedrich Henckell Nur der Mensch ist so sinnlos blöd und führt Kriege gegen seine Mitmenschen. Haben Sie schon einmal gehört, daß Tiere untereinander Krieg führen? Eben….! © Stefan Wittlin Der Mensch ist zur Welt geboren, als ein Gottesgedanke, desgleichen noch keiner war, anderen früheren zur Ergänzung, späteren zur Vorbereitung, allen nötig, nirgend überflüssig. Hermann von Bezzel Charaktereigenschaften anderer Völker schätzen und bewerten. Sich gegenseitig messen, übe...

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Ich bekenne es freimütig, ich glaube an die Wirklichkeit einer uneigennützigen Liebe. Ich

bin verloren, wenn sie nicht ist; ich gebe die Gottheit auf, die Unsterblichkeit und die Tugend. Ich habe keinen Beweis für diese Hoffnungen mehr übrig, wenn ich aufhöre an die Liebe zu glauben. Ein Geist, der sich allein liebt, ist ein schwimmendes Atom im unermeßlich leeen Raum. Johann Christoph Friedrich von Schiller Konversation zwischen Verleger und Autor. Sagt der Verleger: "Sorge dich nicht, lebe!" gibt's ja schon und "Rede nicht, handle!" ebenfalls. Wenn wir jetzt mit deinem "Denke nicht, schreibe!" kommen… "also ich weiß nicht, ob sich das rechnet…" Rät der Autor: "Rechne nicht, verlege!" Unbekannt Schweigende Menschen sind wie ungeöffnete Schubladen: Keiner weiß, was darin ist, deshalb vermutet man Schätze. Honoré de Balzac Zeitungen heißen Zeitungen, weil sie so viel Zeit zum Lesen erfordern. Statt ›Zeitungen‹ sollten daher nur noch ›Kürzungen‹ publiziert werden. © Nicolas Nowack Das Gewissen ist die leise in...

Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen Glück und Weisheit: Wer sich für den

glücklichsten Menschen hält, der ist es tatsächlich; wer sich aber für den weisesten hält, ist im Allgemeinen der größte Narr. Charles Caleb Colton Große Liebe "Smaragd" und "Rubin" - so hast du mich genannt; ein wertvoll "Juwel" in deiner liebenden Hand! Eine "blühende Rose" wolltest du in mir sehn; deine tiefe Liebe zu mir erst ließ dies Bildnis entstehn. Deine "große Leidenschaft" durfte ich sein – mit sinnlich zärtlichem Gefühl hülltest meine Seele du ein! Als "Engel der Liebe" hast du mich begehrt, in unendlicher Sehnsucht dich nach meinem Ich verzehrt. "Meine große Liebe" eine schön're Erklärung kann es nicht geben – – zu bleiben in deinem Herzen – der innigste Wunsch in meinem Leben! © Ute Brenner

Die sogenannte Prinzipienreiterei ist eine üble Sache, und es würde uns nie einfallen,

von irgendeiner Arbeiterpartei zu verlangen, daß sie um des abstrakten Programmschemas willen auf naheliegende praktische Vorteile verzichte. Rosa Luxemburg Niemand ist so unglücklich wie ein Idol, das sich selbst überlebt hat. Joseph Addison Es gibt auch eine Macht der Gewöhnlichkeit. © Gerd W. Heyse Vom Eise befreit sind Gletscher und Pol durch des Menschen gierig beraubenden Blick. Im Tale schwindet Hoffnungsglück. © Andreas Tenzer Im Neuen sich treu, Und im Alten auch neu: Den Wahlspruch der Welt Hab' auch ich mir gestellt. © »Klassisches Vergißmeinnicht« Die Ausrede ist der Nachsatz zum guten Vorsatz. © Klaus Klages

Ein Mensch geht, aber er läßt uns seine Liebe, seine Heiterkeit, seinen Ernst,

seine Weisheit. Er läßt uns seinen Geist zurück, mit diesem lebt er unter uns. Er wird weiterwirken durch uns. Nachruf Vorgetan und nachgedacht hat manchen in groß Leid gebracht. Bibel Glück ist nicht die Abwesenheit von Schwierigkeiten, sondern ihre Bewältigung. Die Abwesenheit von Schwierigkeiten nennt man Langeweile. © Peter Hohl Ohrengeräusche sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern im Auge behalten. © Raymond Walden Jeder setzt die Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz selber! © Ümit Özsaray

So fühlt auch mein alter, lieber Adam Herbst- und Frühlingsfieber…Also bist du nicht so

schlimm, o alter Adam, wie die strengen Lehrer sagen. Eduard Mörike Der Städter, dessen politische Überlegenheit über das Land im Laufe des Jahrhunderts vielfach zum Ausdruck kommt, macht den Versuch, das Land in die Stadt einzubringen. Walter Benjamin Wieviel du auch besitzt, gib immer weniger aus. Unbekannt Späte Kinder, frühe Waisen. Aus England Der Glaube hat auch wider besseres Wissen schon immer in den Verfolgungswahn geführt. © Justus Vogt Jenseits erst von Vernunft und Emotion entsteht die wahre Menschlichkeit. © Dr. Christian Ferch Welcher Boden kann wie jeder Schwankende so schwanken, daß niemand fällt. © Manfred Hinrich