etwas Vernünftiges zu machen versteht.
© Willy Meurer
Wie soll ich dich nennen, du hohes, edles, rohes, barbarisches, liebliches, unharmonisches, gesangvolles, zurückstoßendes und doch so mild erquickendes Leben der Burschenjahre? Welche Töne soll ich euch geben, um mich verständlich zu machen? Welche Farben dir, du nie begriffenes Chaos! Ich soll dich beschreiben? Nie! Deine lächerliche Außenseite liegt offen, die sieht der Laie, die kann man ihm beschreiben, aber deinen inneren, lieblichen Schmelz kennt nur der Bergmann, der singend mit seinen Brüdern hinabfuhr in den tiefen Schacht. Gold bringt er herauf, reines, lauteres Gold, viel oder wenig, gilt gleich viel. Aber dies ist nicht seine ganze Ausbeute. Was er geschaut, mag er dem Laien nicht beschreiben, es wäre allzu sonderbar und doch zu köstlich für sein Ohr. Es leben die Geister in der Tiefe, die sonst kein Ohr erfaßt, kein Auge schaut. Musik ertönt in jenen Hallen, die jedem nüchternen Ohr leer und bedeutungslos ertönt. Doch dem, der mit gefühlt und mit gesungen, giebt sie eine eigene Weihe, wenn er auch über das Loch in seiner Mütze lächelt, das er als Symbolum zurückgebracht.
Wilhelm Hauff
Die Angst zu sterben vertreibt die Angst vor dem Leben. Die Freude am Leben vertreibt die Angst vor dem Tod.
© Helga Schäferling
Warten
Warten auf den Augenblick,
Der alles einfängt und nichts verlorengehn läßt.
Warten auf deine Augen, die sich mit den meinen treffen.
Warten auf deine Hand, die die meine berührt
Und zärtlich streichelt.
Warten auf deine Lippen, die die meinen zärtlich berühren.
Warten darauf, daß ich dir Liebe schenken kann.
© Sebastian Lawrenz
Freundschaft
Ein Freund ist ein Mensch
der zuhört,
der weghört,
der schweigt,
der spricht,
nicht nur sagt,
was gefällt,
der losläßt
und hält.
Der den Ernst des Lebens
mit dir trägt,
der dich stützt und bewegt.
Ein Freund ist ein Mensch,
dem du vertraust,
mit dem du
von Spiegel zu Spiegel schaust.
© Ruth W. Lingenfelser
Je mehr man das Weltall und seine Verbindungen damit kennt, desto vortrefflicher die Religion.
Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Zeit, nicht der Verstand, macht der Liebe ein Ende.
Publilius Syrus
Der Jurist selbst wendet sich niemals an das Gesetz.
Aus England
Neid, erlischt in wahrer Freundschaft, Koketterie in wahrer Liebe.
François VI. Duc de La Rochefoucauld
© Willy Meurer
Wie soll ich dich nennen, du hohes, edles, rohes, barbarisches, liebliches, unharmonisches, gesangvolles, zurückstoßendes und doch so mild erquickendes Leben der Burschenjahre? Welche Töne soll ich euch geben, um mich verständlich zu machen? Welche Farben dir, du nie begriffenes Chaos! Ich soll dich beschreiben? Nie! Deine lächerliche Außenseite liegt offen, die sieht der Laie, die kann man ihm beschreiben, aber deinen inneren, lieblichen Schmelz kennt nur der Bergmann, der singend mit seinen Brüdern hinabfuhr in den tiefen Schacht. Gold bringt er herauf, reines, lauteres Gold, viel oder wenig, gilt gleich viel. Aber dies ist nicht seine ganze Ausbeute. Was er geschaut, mag er dem Laien nicht beschreiben, es wäre allzu sonderbar und doch zu köstlich für sein Ohr. Es leben die Geister in der Tiefe, die sonst kein Ohr erfaßt, kein Auge schaut. Musik ertönt in jenen Hallen, die jedem nüchternen Ohr leer und bedeutungslos ertönt. Doch dem, der mit gefühlt und mit gesungen, giebt sie eine eigene Weihe, wenn er auch über das Loch in seiner Mütze lächelt, das er als Symbolum zurückgebracht.
Wilhelm Hauff
Die Angst zu sterben vertreibt die Angst vor dem Leben. Die Freude am Leben vertreibt die Angst vor dem Tod.
© Helga Schäferling
Warten
Warten auf den Augenblick,
Der alles einfängt und nichts verlorengehn läßt.
Warten auf deine Augen, die sich mit den meinen treffen.
Warten auf deine Hand, die die meine berührt
Und zärtlich streichelt.
Warten auf deine Lippen, die die meinen zärtlich berühren.
Warten darauf, daß ich dir Liebe schenken kann.
© Sebastian Lawrenz
Freundschaft
Ein Freund ist ein Mensch
der zuhört,
der weghört,
der schweigt,
der spricht,
nicht nur sagt,
was gefällt,
der losläßt
und hält.
Der den Ernst des Lebens
mit dir trägt,
der dich stützt und bewegt.
Ein Freund ist ein Mensch,
dem du vertraust,
mit dem du
von Spiegel zu Spiegel schaust.
© Ruth W. Lingenfelser
Je mehr man das Weltall und seine Verbindungen damit kennt, desto vortrefflicher die Religion.
Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Zeit, nicht der Verstand, macht der Liebe ein Ende.
Publilius Syrus
Der Jurist selbst wendet sich niemals an das Gesetz.
Aus England
Neid, erlischt in wahrer Freundschaft, Koketterie in wahrer Liebe.
François VI. Duc de La Rochefoucauld