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In einem Lande, wo den Leuten, wenn sie verliebt sind, die Augen im

Dunkeln leuchteten, bräuchte man des Abends keine Laternen.
Georg Christoph Lichtenberg

Viele Leute sehnen sich nach einem »Jungbrunnen«, obwohl sie viel eher eine »Geistesquelle« brauchen könnten.
© Willy Meurer

Neben manch anderem sondern die Menschen auch Gesprochenes ab. Man muß das gar nicht so wichtig nehmen.
Kurt Tucholsky

In dieser gottvergeßnen Zeit,
Da Treue, Wahrheit, Ehrlichkeit
Wie Kehricht wird behandelt,
Da alles, was erbärmlich, schlecht,
Als heilig gilt, das Völkerrecht
Verhunzt wird und verschandelt,
Da bitten wir um eines nur:
Behüt uns Gott vor der Kultur,
Wir bleiben, was wir waren –
In einem Lande, wo den Leuten, wenn sie verliebt sind, die Augen im Dunkeln leuchteten, bräuchte man des Abends keine Laternen.
Georg Christoph Lichtenberg

Viele Leute sehnen sich nach einem »Jungbrunnen«, obwohl sie viel eher eine »Geistesquelle« brauchen könnten.
© Willy Meurer

Neben manch anderem sondern die Menschen auch Gesprochenes ab. Man muß das gar nicht so wichtig nehmen.
Kurt Tucholsky

In dieser gottvergeßnen Zeit,
Da Treue, Wahrheit, Ehrlichkeit
Wie Kehricht wird behandelt,
Da alles, was erbärmlich, schlecht,
Als heilig gilt, das Völkerrecht
Verhunzt wird und verschandelt,
Da bitten wir um eines nur:
Behüt uns Gott vor der Kultur,
Wir bleiben, was wir waren –
AnständigeBarbaren!
Paul Lindau

Arbeitnehmer-Gebet

Herr im Himmel, ist das fair?
Die Arbeit wird hier täglich mehr.
Meine Freunde haben keine.
Wir sind alles arme Schweine.

Gibt's keinen Mittelweg mehr hier
Zwischen Herztod und Hartz IV?
Schick den Mächtigen im Land
bitte Herz – und viel Verstand.

Herr, ich preise Deinen Namen.
Auch nach Feierabend. Amen.
© Edith Nebel

Die Deutschen sind wiederkäuende Tiere.
Johann Wolfgang von Goethe

Dem tugendhaften und weisen Menschen ist der Ruhm nicht notwendig.
Plutarch von Chäronea

Da steh' ich, ein entlaubter Stamm!
Johann Christoph Friedrich von Schiller

Wenn deine Arbeit für sich spricht,
dann rede nicht dazwischen.
Unbekannt

Gemeoss

Nie gleicht ein Mensch dem andern, niemals gleicht ein Kind seinen Eltern. Niemand

ist verantwortlich für das Leben, wie es wird, als der Mensch selbst. Hermann Stehr Höflichkeit ist Staatspapier des Herzens, das um so größere Zinsen trägt, je unsicherer das Kapital ist. Carl Ludwig Börne Mit einigen Worten ändert man schwer einen Menschen; eine vierzigjährige Natur ist härter als Nagelfluh, und Nagelfluh knübelt man nicht mit den Fingern auseinander. Jeremias Gotthelf Das Recht verkörpert die Anstrengung der Menschen, die Gesellschaft zu ordnen; die Regierung verkörpert die Anstrengung der Selbstsucht, die Freiheit zu vernichten. Henry Ward Beecher Hast du Phantasie, langweilst du dich nie. © Paul Mommertz Talente gelten als ungeniert. Genies dagegen als sehr talentiert. © A. Michael Bussek Nicht rechts geschaut – nicht links geschaut! Gerade aus, auf Gott vertraut! Und durch! Unbekannt Geduld ist die Ruhebank auf dem steilen Weg zum Ziel. © Dr. Carl Peter Fröhling Wer Gedanken sät, sollte auf die Qualität des Saatgutes achten © Helmut Gl...

Die Natur will, daß die Kinder, ehe sie Männer werden, Kinder sein sollen.

Wenn wir diese Ordnung umkehren wollen, so bringen wir vorzeitige Früchte hervor, denen es an der gehörigen Reife wie am rechten Geschmack fehlt und in kurzem verderben. Jean-Jacques Rousseau Sie saßen und tranken am Teetisch, Und sprachen von Liebe viel. Die Herren die waren ästhetisch, Die Damen von zartem Gefühl. Die Liebe muß sein platonisch, Der dürre Hofrat sprach. Die Hofrätin lächelt ironisch, Und dennoch seufzen sie: Ach! Der Domherr öffnet den Mund weit: Die Liebe sei nicht zu roh, Sie schadet sonst der Gesundheit. Das Fräulein lispelt: So? Die Gräfin spricht wehmütig: Die Liebe ist eine Passion! Und präsentiert gütig Die Tasse dem Herrn Baron. Am Tische war noch ein Plätzchen; Mein Liebchen, da hast du gefehlt. Du hättest so hübsch, mein Schätzchen, Von deiner Liebe erzählt. Heinrich Heine

Das ist doch wahr, daß das Verhocken, die Stubenluft, die Verweichlichung in raffinierten

Bedürfnissen und Genüssen, die Trennung des Gehirnlebens vom Muskelleben an der Brechung der Charaktere, an der schrecklich wachsenden Blasiertheit unserer Generationen die Schuld mitträgt. Friedrich Theodor von Vischer Hintergedanken besitzen meist die Eigenschaft, sich in den Vordergrund zu schieben. © Volkmar Frank Die Dinge wollen ihrer Natur nach durch Geist regiert und geleitet sein, sonst folgen sie ihren Gesetzen, und der arme Mensch wird von ihnen mitgeschleppt und gerät unter die Herrschaft der Dinge. Heinrich Lhotzky Erinnerungen erlösen heißt ihnen mit Liebe zustimmen. Die schlechten dürfen dann gewesen sein, und die guten sind nicht mehr an Sehnsucht gefesselt. © Peter Horton Unser täglich Brot gib uns heute! Bibel Bruderzwist gar heftig ist. Sprichwort

… wie ganz bist Du geschaffen, mich glücklich zu

machen, mich nach Dir zu bilden! Friedrich Gottlieb Klopstock D Liebi S git öppis, s isch finer As s allerfinschti Gwäb, Und doch isch es stercher As isigi Stäb. S isch früscher as s Bluescht, wo am Öpfelbaum stoht, Wie Schnee uf de Bärge, wo nümme vergoht, Bald bitter wie Galle, Bald süesser as Hung, S läbt mängs hundert Johr und blibt allewil jung, S isch höcher as d Stärne Und teufer as s Meer: Was müesst mer au afoh, wenn d Liebi nid wer! Sophie Haemmerli-Marti Wir sollten nicht nach einem Weiterleben im Himmel streben, sondern zunächst nach einem Überleben auf der Erde. © Helmut Glaßl Kapitalismus und Demokratie? – Eine Vortäuschung des Unmöglichen. © Raymond Walden Von der Kanzel wird das Brot gepredigt; im Pfarrhaus das Fleisch gegessen. © Manfred Schröder Niemand wittert oft richtiger die Zukunft als gerade der Poet. Poeten sind Propheten, und umgekehrt. Wolfgang Menzel Zaumzeug der Menschen für Menschen. © Manfred Hinrich Es gibt viele Re...

Halt inne und bedenke! Das Leben ist nur ein Tag; ein zerbrechlicher Tautropfen

auf seinem gefährlichen Weg aus dem Baumwipfel. John Keats Spieler haben vor klugen Leuten den Vortritt, denn sie genießen die Ehre, den Reichtum zu vertreten. Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues Es gab eine Zeit, da wirkte die Welt auf die Bücher, aber jetzt wirken die Bücher auf die Welt. Joseph Joubert Nicht deine Leistung hat die Welt Zur Hochachtung bewogen, Ihr imponiert nur der Gewinn, den du daraus gezogen. Verfasser unbekannt Vorüber Ich legte mich unter den Lindenbaum, In dem die Nachtigall schlug; Sie sang mich in den süßesten Traum, Der währte auch lange genug. Denn nun ich erwache, nun ist sie fort, Und welk bedeckt mich das Laub; Doch leider noch nicht, wie am dunklern Ort, Verglühte Asche der Staub. Christian Friedrich Hebbel Man verzeiht die Untreue, aber man vergißt sie nicht. Marie-Madeleine Pioche de La Vergne, Comtesse de La Fayette Phrase wird, was über den Rand hängt. Richard von Schaukal Wer die Brücken hinter sich abbricht,...

Man wundert sich über gar nichts, wenn man sich

über alles wundert: das ist der Zustand der Kindheit. Antoine Comte de Rivarol märz keimende strahlen malen auf unsere düsteren morgen ein zärtlich streichelndes licht in eisgrauen frost eingemauerte kälte zerfällt zu fließendem sonnenstaub im himmel beginnt das konzert des lebens unsere erstarrten körper beginnen zu schmelzen wir atmen frühling ist unterwegs © Cosima Bellersen Quirini Der Geist hofft nicht, er duldet, erduldet auf immer. © Peter Rudl Schiffahrt ist nothwendig, Leben ist nicht nothwendig! Inschrift am Haus der Seefahrt in Bremen Sage, was du denkst, ist richtig. Tue, was du denkst, ist wichtig. © Ernst Reinhardt Wie der Sturmwind kommt, zu scheiden Edles Korn von leerer Spreu, Kommt zu prüfen dich das Leiden. Friedrich Julius Hammer Für Langeweile ist das Leben viel zu kurz. © Engelbert Schinkel Armut ist schandmalerisch. © Ulrich Erckenbrecht Träume nicht vom Gestern, lebe das Heute! © Natunika Es gibt noch Riese...

Bei der Schwäche der menschlichen Natur, die stets bereit ist, nach der Macht

zu greifen, würde es eine zu große Versuchung sein, wenn dieselben Personen, die die Macht haben, Gesetze zu verabschieden, auch noch die Macht in die Hände bekämen, diese Gesetze zu vollstrecken. John Locke Nachtgesang O! gib, vom weichen Pfühle, Träumend, ein halb Gehör! Bei meinem Saitenspiele Schlafe! was willst du mehr? Bei meinem Saitenspiele Segnet der Sterne Heer Die ewigen Gefühle; Schlafe! was willst du mehr? Die ewigen Gefühle Heben mich, hoch und hehr, Aus irdischem Gewühle; Schlafe! was willst du mehr? Vom irdischen Gewühle Trennst du mich nur zu sehr, Bannst mich in diese Kühle; Schlafe! was willst du mehr? Bannst mich in diese Kühle, Gibst nur im Traum Gehör. Ach! auf dem weichen Pfühle Schlafe! was willst du mehr? Johann Wolfgang von Goethe

Die Geschichte soll nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den

Verstand erleuchten. Gotthold Ephraim Lessing Jede Frau darf beten. Ein Mann, der betet, muß sehr dumm oder sehr weise sein. Kurt Tucholsky Lauer Sommerwind vertreibt die Wolken. Was bleibt, ist blaue Klarheit. © Dr. Stephan Dreyer Man schlinge Wissen nicht wie Grütze, Man nehme nur, was einem nütze. Henrik Ibsen Mein Wunsch: Dass der Wunsch von morgen auch der von übermorgen ist. © Stefan Rogal In der Mitte des Sturms ist Stille. © Heike Ullmann wohnen wir bald im Stau? © Anke Maggauer-Kirsche Menschen sind empfindlich Fleisch und Blut. William Shakespeare Bekommt man Geld zurück, wenn das Taxi rückwarts fährt? Unbekannt

Wenn du nichts Gutes über einen anderen zu sagen

weißt, sage überhaupt nichts. Von den Philippinen Wer seine Träume verwirklichen will, muß wach sein. Lebensweisheit Haltung läßt sich leichter bewahren als wiedergewinnen. Thomas Paine Uns aber treibt das verworrene Streben blind und sinnlos durch's wüste Leben. Johann Christoph Friedrich von Schiller Behindert wird ein Behinderter nur durch die Festlegung der Normalität. © Elvira Lauscher Wo es an Breite fehlt, wird in die Länge gezogen. © Erhard Horst Bellermann Guter Rat nach dem Schaden ist wie Medizin nach dem Tode. Aus Dänemark Ich bin so unzufrieden mit meinem Leben, dass ich es jederzeit wieder genauso führen würde. © Stefan Rogal Die beste Männerfreundschaft ist die, welcher selbst Frauen nichts anhaben können. © Martin Knecht Sprich darüber, auch wenn es Dir schwerfällt. © Peter Wicki

Die Ungleichheit ist die Quelle aller Revolutionen; denn die Ungleichheit kann durch nichts

erträglich gemacht werden. Aristoteles Wenn du wissen willst, was niemand weiß, dann lies, was jeder liest – nur ein Jahr später. Ralph Waldo Emerson Das Ideal der lockeren Bindungen entspricht dem der fettarmen Quarkspeise. Man will den Geschmack, aber nicht das Gewicht. © Dr. Michael Rumpf Das hohe Ego ist der Arbeitsplatz »Gottes« im Menschen, die Bühne des Erwachens und erleuchteten Verstehens. Es ist das Persönlichkeitsorgan des Universums im Körper. Das kleine Ego dagegen ist der Pate der Selbstsucht und Namensgeber des Egoismus, ein Tropfen, der das Meer vergessen hat und sich stets im Verdrängungskrieg mit seinesgleichen wähnt. Leben ist ihm nur als Überleben faßbar. © Peter Horton Es hat einmal ein Tor gesagt, Daß der Mensch zum Leiden geboren worden; Seitdem ist dies – Gott sei's geklagt! – Der Spruch aller gläubigen Toren worden. Und weil die Menge aus Toren besteht, Ist die Lust im Lande verschworen worden, Es ist der Blick des Volkes kurz Und lang ...