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Inkonsequenz ist vor der Inkontinenz noch immer die peinlichste

aller Fehlleitungen.
© A. Michael Bussek

Frühling

Die Vögel jubeln – lichtgeweckt –,
die blauen Weiten füllt der Schall aus;
im Kaiserpark das alte Ballhaus
ist ganz mit Blüten überdeckt.

Die Sonne schreibt sich hoffnungsvoll
ins junge Gras mit großen Lettern.
Nur dorten unter welken Blättern
seufzt traurig noch ein Steinapoll.

Da naht ein Lüftchen, fegt im Tanz
hinweg das gelbe Blattgeranke
und legt um seine Stirn, die blanke,
den blauenden Syringenkranz.
Rainer Maria Rilke

Bei etwas Nachdenken gibt es jeden Tag Grund zum Feiern.
Auf irgendeiner Baustelle unseres Lebens ist immer Richtfest!
© KarlHeinz Karius

Man kann keinen Teufel kämmen,
der keine Haare hat.
Abraham a Santa Clara

(Die Klingelbeuteltiere)

Ob nun Rechte oder Linke –
alle wollen Pinkepinke.
© Ulrich Erckenbrecht

Wahre Freunde sind deine treuen Gesellen,
falsche hingegen oft deine Lehrmeister.
© Martin Gerhard Reisenberg

Ach, es gibt keine Kinder mehr!
Molière

Das Hoffnungslose kündet schnell sich an!
Johann Wolfgang von Goethe

Stumpfsinn spitzt messerscharf zu.
© Martin Gerhard Reisenberg

Die Ehe ist ein Hafen im Sturm,
öfters aber ein Sturm im Hafen.
Jean Antoine Petit-Senn

Gemeoss

Die Natur hat gewollt, daß der Mensch keiner Glückseligkeit oder Vollkommenheit teilhaftig werde,

als die er sich selbst, frei vom Instinkt, durch eigene Vernunft verschafft hat. Immanuel Kant Der Teufel kann sich auf die Schrift berufen. Ein arg Gemüt, das heil'ges Zeugnis vorbringt, Ist wie ein Schalk mit Lächeln auf der Wange, Ein schöner Apfel, in dem Herzen faul: O wie der Falschheit Außenseite glänzt! William Shakespeare Fällt im Winter viel Schnee und bleibt er lange liegen, dann gibt's ein gutes Jahr, so hat man stets geschrieben. Bauernweisheit Seht das Kind, umgrunzt von Schweinen, Hilflos, mit verkümmerten Zeh'n! Weinen kann es, nichts als weinen – Lernt es jemals stehn und gehn? Unverzagt! Bald, sollt' ich meinen, Könnt das Kind ihr tanzen sehn! Steht es erst auf beiden Beinen, Wird's auch auf dem Kopfe stehn. Friedrich Wilhelm Nietzsche Nicht die Weltverbesserer in ihre Schranken, sondern die Weltverschlechterer in ihre Beschränktheit weisen. © Ulrich Erckenbrecht Niemand weiß, wieviele Visionen durch Televisionen ersetzt...

Ist nicht jede Übung der Denkkraft, jede feine Schärfe des Geistes eine kleine

Stufe zu seiner Vollkommenheit, und jede Vollkommenheit mußte Dasein erlangen in der vollständigen Welt. Johann Christoph Friedrich von Schiller Ich schreite dahin. Vor mir ist Schönheit. Hinter mir ist Schönheit. Über mir ist Schönheit. Ringsum ist Schönheit. Meine Worte werden voll Schönheit sein. Ich werde ewig leben in Schönheit. Der Schönheit des Alls. Indianische Weisheit Intelligenz vermag man nur zu stimulieren, nicht zu simulieren. Oder doch? © Gerd W. Heyse Wir können Kindern vergeben, daß sie Angst haben vor der Dunkelheit. Eine echte Tragödie wird es, wenn sie als Erwachsene Angst haben vor dem Tageslicht. Platon Die Pfarrer haben es heute wirklich schwer. Sie müssen nach wie vor die Sünde bekämpfen, wissen aber nicht mehr, was noch darunter fällt. Unbekannt So liegt in jeder Sprache eine eigenthümliche Weltansicht. Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand Freiherr von Humboldt O, die Zeit, ein wundertät'ger Gott Johann Christoph Friedrich v...

Das Übel, was uns trifft, ist selten so schlimm

als das, welches wir befürchten. Johann Christoph Friedrich von Schiller Brave Männer kommen in die Hölle, böse Männer kommen überall hin. © Peter Becker Noch immer schenkt sich dem Leben die Welt. Unbekannt Warum sollte ich Big Brother sehen, Tiere gehen ja auch nicht in den Zoo. © Michael Reutz Je größer die Schwierigkeiten, desto größer der Sieg. Marcus Tullius Cicero Zeit ist kein Kriterium, wenn man wirklich etwas will.... Unbekannt Was sind denn tiefe Gedankengänge – undurchdringliche Gehirnwindungen? © Joachim Panten Die List der Vernunft rechnet auch mit der Arglist der Unvernunft. © Ulrich Erckenbrecht Der Franzose liebt die Gefahr, weil sie ihm Ruhm bringt. François-René Vicomte de Chateaubriand Wenn du vor dem Ziel stehst, mußt du mindest noch einen Schritt machen. © Joachim Panten

Ich bin ein Kind des Friedens und will Frieden halten für und für

mit der ganzen Welt, da ich ihn einmal mit mir selbst geschlossen habe. Johann Wolfgang von Goethe Aus dem Werke manches Dichters spüren wir wohl heraus, daß er irgendwie und irgendwo ein Genie ist, nur leider gerade nicht in seiner Dichtung. Arthur Schnitzler Was ist euch die Seele von Sorge beklommen, ihr, die ihr die Kürze des Lebens betrauert? Denkt! hätte die Freude den andern gedauert, an euch nie wäre die Reihe gekommen. Omar Khayyâm Halte den Sinn dir frei von allem, was war und geschehen, denn an Vergangenes denken, erweckt nur Gewissensplagen. Halte den Sinn dir frei von allem, was noch mag geschehen, denn an Zukünftiges denken, erweckt nur Unbehagen. – Kommt Nahrung, so öffne den Mund; kommt Schlaf, so schließe die Lider. Po Chü-I Liebe deinen Jetzigen und nicht erst deinen Nächsten. Peter Hille Die Hölle bietet immerhin den Vorteil, daß man den Teufel nicht mehr an die Wand zu malen braucht. © Markus M. Ronner Trost kann immer nur Selbsttrost sein....

Man muß nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um

über ein Schnitzel zu schreiben. Maxim Gorkij Nachklang Rose der Liebe, in Schuld entsprossen, in Qual erblüht, mit Thränen begossen, o laß an Deinem Duft mich berauschen – die Seligkeit sollt ich um Alltagsglück tauschen? Ich will kein langes, kein reuloses Glück, Vollwonne nur einen Augenblick. Mein heimliches Glück, einer andern geraubt, mein ist es dennoch, stolz heb ich das Haupt, von der Sitte verdammt, von der Welt getadelt, Durch Sünde geächtet, durch Liebe geadelt. Clara Blüthgen Die Glocken läuten Der Mensch öffnet die Seele Besinnung tritt ein © Erhard Horst Bellermann Welche Schande für unsere Zeit, daß sie Bücher herstellt, die nicht von Dauer sind! Honoré de Balzac Herrlich bist du wie Moschus Wo du warst, gewahrt man dich noch. Johann Wolfgang von Goethe Als wahrer Teufel existiert allein der Mensch, der Götter nach Belieben erschafft. © Raymond Walden Erstens kommt es anders, zweitens weil man irrt. © Manfred Hinrich Das Genie ist di...

Wir sind nie daheim; wir sind immer weit weg: die Furcht, die Sehnsucht,

die Hoffnung treiben uns der Zukunft entgegen und rauben uns das Bewußtsein und die Beachtung dessen, was ist, um uns mit dem zu unterhalten, was sein wird, – höchst wahrscheinlich, wenn wir nicht mehr sind. Michel de Montaigne Ein Seitensprung ist Lustwandeln in fremden Gärten. © Helga Schäferling Sternstunden sind solche Augenblicke des Tages, die das Innere zum Leuchten bringen. © Helga Schäferling Ich müßte eine Hölle haben für meinen Zorn, eine Hölle für meinen Stolz – und die Hölle der Zärtlichkeit. Ein Konzert von Höllen. Jean-Nicolas Arthur Rimbaud Unser Leben ist fast nichts als ein Traum, und wir träumen öfter wachend als schlafend. Marquês de Maricá Nur wer mit keinem streitet, bleibt unbestritten Sieger Unbekannt

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Ich wollte lieber bei Löwen und Drachen wohnen, denn bei einem bösen Weibe.

Wenn sie böse wird, so verstellet sie ihre Gebärde und wird so scheußlich wie ein Sack. Ihr Mann muß sich ihrer schämen, und wenn man es ihm vorwirft, so tut es ihm im Herzen wehe. Gotthold Ephraim Lessing Das erfrorene Vögelchen Lag ein graugelb Vögelein über dem weißen Schnee, festgeschlossen die Augen klein, Beinchen in die Höh. Sprangen lustig vom Dorf herbei Kinder mit ihrem Hund, standen auf einmal still die drei vor dem Vogel am Grund. Hob das Mädchen ihn auf vom Schnee; traurig das Köpfchen hing. Tat den beiden das Herzchen weh; sprachen: "Das arme Ding! Fand schon lange kein Körnchen mehr; alles so dick verschneit! Wenn's zu uns doch gekommen wär, hätten wir gerne gestreut!" Trugen sie's langsam zum Garten fort, machten ihm da sein Grab an den allerstillsten Ort, den es nur irgend gab. Aus dem Schnee ragt ein Hüglein frei, drüber ein Zweiglein gut. Piepen zwei kleine Vöglein dabei, wissen nicht, wer da ruht. Viktor Blüthgen

Jeder Führerschein-Kandidat darf fairerweise die Fahrprüfung wiederholen. Das Leben

ist da wesentlich rigoroser. © KarlHeinz Karius Bleiben Sie heiter! Aufrecht gehaltene ehrliche Arbeitskraft ist auch ein Gottesdienst. Jacob Christoph Burckhardt Was Leichtsinn schwor, darf reif're Einsicht brechen. William Shakespeare Umfragen sind wie wirkliche Demokratie. Aber wollen wir die? © Erhard Blanck Ungenannt, unbekannt bleiben für immer die tapfersten Soldaten. Walt Whitman Jeder hat genut damit zu tun, seinen eigenen Garten zu jäten. Von den Flamen Aphoristik ist die Mathematik in der Literatur: Was zählt, möchte man auf einen Nenner bringen. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Aphorismus: so nennt man gemeingefährliche Sprichwörter. © Billy Wir erbitten, so gern wir gewähren, die Nachsicht. Horaz Mancher glaubt am Ziele zu sein und ist nur am – Ende. Unbekannt

Nicht die Wahrheit, in deren Besitz irgendein Mensch ist oder zu sein vermeinet,

sondern die aufrichtige Mühe, die er angewandt hat, hinter die Wahrheit zu kommen, macht den Wert des Menschen. Gotthold Ephraim Lessing Es gibt, und das gehört zu den wunderbarsten Gesetzen und Geheimnissen der Welt, eine gewisse Höhe des Lebens, wo Selbstsucht und Liebe, Kampf und Frieden, Ernst und Freude zusammenfallen. Friedrich Naumann Ein Mensch, der sich nachhaltig prägen läßt und diese Spuren kraft seines Geistes nicht zu verwischen vermag, steht mit dem Pawlowschen Hund auf einer Stufe. © Peter Rudl Millionen, Abermillionen Haustiere werden (leider!) vermenschlicht. Wie wäre es, wenn dies auch (endlich!) mit den Kindern der Welt passieren würde?! © Stefan Wittlin Glück ist eine Frage der Einstellung, nicht der Fortüne. © Ralf Bröker Man sollte seinen Dämonen immer mit Ehrfurcht begegnen. Aber auch immer furchtlos…. © Oliver Mally Hatten Adam und Eva auch schon im Paradies Sex, oder erst danach? Wenn nicht, hätte ich es auch unter Protest verlassen. © Erhar...