einer oft noch verfehlten Selbstwahrnehmung auf andere projiziert werden. Daß diese freilich oft genug die ihnen so in den Schoß gefallene Macht beim Schopf packen und sie gerade in geduckten Geistern und vornehmlich trägen Köpfen schüren, bleibt davon unbenommen.
© Peter Rudl
Das Wort vom Scheiden
Du gabst mir einst ein kleines Buch
Voll lieber schöner Lieder
Und schriebst auf das erste Blatt
Ein traurig Verslein nieder.
Ich schüttelte den Kopf dazu,
Mein Herze wollts nicht leiden
Klang gar so hart, klang gar so schwer,
Das eine Wort vom Scheiden.
Nun hat das Verslein Recht gehabt,
Ist alles so gekommen,
Wie Abendroth und Feuerschein
Ist unser Glück verglommen.
Du wanderst dort, ich wandre hier,
So helfe Gott uns beiden,
Daß es uns nicht den Sinn verstört,
Das eine Wort vom Scheiden.
Anna Ritter
© Peter Rudl
Das Wort vom Scheiden
Du gabst mir einst ein kleines Buch
Voll lieber schöner Lieder
Und schriebst auf das erste Blatt
Ein traurig Verslein nieder.
Ich schüttelte den Kopf dazu,
Mein Herze wollts nicht leiden
Klang gar so hart, klang gar so schwer,
Das eine Wort vom Scheiden.
Nun hat das Verslein Recht gehabt,
Ist alles so gekommen,
Wie Abendroth und Feuerschein
Ist unser Glück verglommen.
Du wanderst dort, ich wandre hier,
So helfe Gott uns beiden,
Daß es uns nicht den Sinn verstört,
Das eine Wort vom Scheiden.
Anna Ritter