so macht sie uns schlechter, auch gegen unseren Willen; und in den meisten Fällen wird es bei einem Liebesverhältnis so sein, daß der eine Teil besser wird und der andere schlechter; denn dieses Gemeine ist im Menschen verborgen, daß er Güte mißbrauchen muß.
Paul Ernst
Spiegel-Wind
Wenn der Wind sich tosend, jagend,
wirbelnd in den Wolken fängt,
ist es so, als hätte rasend
sich das Leben aufgedrängt;
ungestüm und herrlich.
Manches Mal zieht er auch fliehend
übers Feld im wilden Ritt,
dann woll'n gern der Wünsche Kinder
auf des Windes Flügeln mit;
jubelnd und begehrlich.
Aber auch wenn sich der Wind nur
sanft in dünnen Gräsern wiegt,
spiegelt er die zarte Seele,
die sich an das Leben schmiegt;
atemlos und ehrlich.
Jemand sagte mir mal kürzlich
wie der Sieg im Kampf beginnt:
»Wenn die Lebenssorgen kläglich,
gib sie einfach an den Wind«;
leicht und unbeschwerlich.
Stehend an der Burgenmauer
seh' ich hoch ins Sternenlicht
warte auf den Wind, der leise
nimmt dem Kummer sein Gewicht;
liebevoll und zärtlich.
© Susanne Simon
Paul Ernst
Spiegel-Wind
Wenn der Wind sich tosend, jagend,
wirbelnd in den Wolken fängt,
ist es so, als hätte rasend
sich das Leben aufgedrängt;
ungestüm und herrlich.
Manches Mal zieht er auch fliehend
übers Feld im wilden Ritt,
dann woll'n gern der Wünsche Kinder
auf des Windes Flügeln mit;
jubelnd und begehrlich.
Aber auch wenn sich der Wind nur
sanft in dünnen Gräsern wiegt,
spiegelt er die zarte Seele,
die sich an das Leben schmiegt;
atemlos und ehrlich.
Jemand sagte mir mal kürzlich
wie der Sieg im Kampf beginnt:
»Wenn die Lebenssorgen kläglich,
gib sie einfach an den Wind«;
leicht und unbeschwerlich.
Stehend an der Burgenmauer
seh' ich hoch ins Sternenlicht
warte auf den Wind, der leise
nimmt dem Kummer sein Gewicht;
liebevoll und zärtlich.
© Susanne Simon