Direkt zum Hauptbereich

Wir sind ein einziges Mal geboren; zweimal geboren zu werden, ist nicht möglich;

eine ganze Ewigkeit hindurch werden wir nicht mehr sein dürfen. Und da schiebst Du das, was Freude macht, auf, obwohl Du nicht einmal Herr bist über das Morgen? Über dem Aufschieben schwindet das Leben dahin, und so mancher von uns stirbt, ohne sich jemals Muße gegönnt zu haben.
Epikur von Samos

Eine alte dicke Ente

Eine alte, dicke Ente
Geht nicht gerne schnell.
Ja, sie möchte – wenn sie könnte!
Doch sie ist zu korpulente.
Solche alte, dicke Ente
kommt nicht schnell von der Stell.
Friedrich Hofmann

Das Leben ist ein vielbesagtes Wandern,
ein wüstes Jagen ist's von dem zum andern,
und unterwegs verlieren wir die Kräfte.
Nikolaus Lenau

Statistik, die: Lehre widerspenstige Zahlen so zu foltern,
bis sie die Lügen gestehen, die man zu hören wünscht.
© Karsten Mekelburg

Das kommt davon

Ein Moschustier am Hindukusch
Mußt' eines Jägers Blei erliegen.
Da brummt das Stinktier aus dem Busch:
"Es ist ein Fehler, gut zu riechen."
Otto Alexander Banck

Schmimm ist's, von den Männern, schlimmer von den Weibern, am schlimmsten, von den Kindern ausgelacht zu werden.
Verfasser unbekannt

Gemeoss

Die Geburtsstunde der Psychotherapie hatte geschlagen, als man daranging, hinter körperlichen Symptomen die

seelischen Ursachen zu sehen, also ihre Psychogenese zu entdecken; jetzt aber gilt es. noch einen letzten Schritt zu tun und hinter dem Psychogenese den Menschen in seiner geistigen Not zu schauen - um von hier aus zu helfen. © Viktor Frankl Das Leben ist so schön das Leben ist so schön man darf es nicht vergeuden nicht leichtfertig verschleudern deswegen heben es sich viele für später auf © Engelbert Schinkel Man soll Dinge, die man in Büchern gelesen hat, in der Wirklichkeit suchen, um schließlich auf Dinge zu stoßen, die noch in keinem bisherigen Buch standen. © Ulrich Erckenbrecht Wir vermengen grundsätzlich nichts Privates mit dem Geschäft. Höchstens umgekehrt! Unbekannt Mag sein, daß das Doktor-Werden eine Konfirmation des Geistes ist, wie Lichtenberg meinte. Eine heilige Kommunion ist es jedenfalls nicht. © Gregor Brand Der leere Bauch will nicht tanzen, der volle kann nicht. Von den Zigeunern

Da jedes Individuum der maßgebendste Sachwalter seiner Interessen ist, darf die Gesellschaft ihre

Sorge für es nicht zu weit treiben, sonst steht zu fürchten, daß es sich ausschließlich auf sie verlasse und daß der Gesellschaft damit eine Aufgabe zufiele, die sie unfähig wäre zu erfüllen. Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville Der Frühlingsgarten „Hört nur, hört, der Frühling kommt“, läuten Osterglocken leise, und die Amsel singt dazu uns ein Lied auf ihre Weise. Auch die stolzen Tulpen kriechen langsam aus dem Winterbette, strahlen nach dem langen Schlaf mit Narzissen um die Wette. An des Apfelbaumes Zweigen sind die Knospen dick und fest, und die kleinen bunten Meisen bauen schon an ihrem Nest. Viele weiße Gänseblümchen schmücken nun den grünen Rasen. Alles hat sich raus geputzt, wartet auf den Osterhasen. © Christa Kluge

Die Sünden gegen das 6. Gebot sind keineswegs die

schlimmsten, aber die klebrigsten. Thomas von Aquin Vom wilden Lärm der Städte fern, Im kühlen Hain weht Geist vom Herrn: Es ist der Andacht stiller Geist, Der uns dem Weltgewühl entreißt, In heil'ger Gluth die Herzen läutert, Und den Gedankenkreis erweitert. Wer Einsamkeit, die hehre, scheut, Wen eitler Thorheit Glanz erfreut, Wen nimmer die Natur entzückt, Wer keinen Freund an's Herz gedrückt; Für den ist Gottes Geist verloren, Er ward der Erde nur geboren. Konrad Georg Friedrich Elias von Schmidt-Phiseldeck Denn ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe. Martin Luther wenn die Soldaten könnten würden sie wohl alle fliehen © Anke Maggauer-Kirsche Die Welt ist nichts als ein Schaukelspiel; wo man kommt und geht, auf- und niedersteigt. Aus Arabien Worte! – Und nur Worte? Gibt es denn etwas, das furchtbarer, das kriegerischer wäre als Worte? Carl Ludwig Börne Nicht von der Gewohnheit abhängen. Bettina von Ar...

Viele Schatten der Abgeschiedenen beschäftigen sich nur damit, die Fluten des Totenflusses zu

belecken, weil er von uns herkommt und noch den salzigen Geschmack unserer Meere hat. Vor Ekel sträubt sich dann der Fluß, nimmt eine rückläufige Strömung und schwemmt die Toten ins Leben zurück. Sie aber sind glücklich, singen Danklieder und streicheln den Empörten. Franz Kafka Eine Waffe ist alles, womit man verwunden kann, und von diesem Standpunkt aus betrachtet sind die Gefühle vielleicht die grausamste Waffe, von der der Mensch Gebrauch machen kann, um seinesgleichen zu treffen. Honoré de Balzac Das größte Lokalereignis, das in allen Städten gleichzeitig und unaufhörlich sich begibt, wird am wenigsten beachtet: der Einbruch des Kommis in das Geistesleben. Karl Kraus Humor ist immer dämonischer Natur; das Reich von Witz, Ironie, Satire, dieser gefallene Engel des Geistes, ist innerhalb des Satanischen beschlossen. Arthur Schnitzler Verliere nie deine Nerven – auch der ehrlichste Finder könnte sie dir nicht zurückgeben! © Gerd W. Heyse Laßt mich reden, Menschen, wie...

»Il faut cultiver notre jardin.« Den berühmten Schlußsatz aus dem ›Candide‹ versteht man

erst dann richtig, wenn man erfährt, daß Voltaire diesen Roman in Schwetzingen begonnen hat. © Ulrich Erckenbrecht Föhn Laß deinen Atem wehen, Frühling, du Held! Mag auch zugrunde gehen, Was morsch auf der Welt! Die Erde will keinen Freier, Der lahm und lack, Solch eine Hochzeitsfeier Feiert im Frack. Nein! einen wilden tollen Nackten Geselln, und in die Küsse sollen Todschreie gelln! Wogen sollen brüllen Gepeitscht an den Strand, Brechende Wälder füllen Mit Stöhnen das Land, Lawinen sollen dröhnen Ins zitternde Tal, Um das Brautbett tönen Soll Sturmchoral! So empfangen und zeugen Riesen ihr Kind. – – Uns ziemt es zu schweigen, Zwerge, die wir sind … A. de Nora

Es scheint mir, daß man von Ort und Landschaft abhängt in Stimmung, Leidenschaft,

Geschmack, Gefühl und Geist. Jean de La Bruyère Jede Hebung des Standes der Arbeiter bringt mindestens die Elite desselben in eine Position, die als Verrstärkung des Mittelstandes gelten kann. Gustav von Schmoller Wer mit den Bösen koaliert, muß mindestens genauso böse sein wie sie, sonst gehört er als nächster zur Achse des Bösen! © Adrian Peivareh Denken Sie immer daran: Wenn Menschen Fähigkeiten haben, die Sie nicht haben, warum sollten Sie keine Fähigkeiten haben, die andere nicht haben? © Wolfgang J. Reus Lieber alt werden, als alt aussehen. © peter e. schumacher "Eigentlich dürfte ja sowieso nichts existieren", meinte der Selbstmörder, "also stelle ich ganz einfach den normalen Zustand wieder her." © Wolfgang J. Reus Menschliche Wesen sind Engel mit amputierten Flügeln. © Pavel Kosorin Prüderie ist eine besondere Art von Geiz, und zwar die schlimmste, die es geben kann. Henri Stendhal Wer ein Kätzchen will, muß Mäuse haben. © Peter Sil...

Das gemeinschaftliche Essen ist eine sinnbildliche Handlung der Vereinigung.NovalisUnermeßliches

Lachen erscholl den seligen Göttern. Homer Wenn Wahlen etwas bewirken würden, wären sie längst verboten. Deutsches Sprichwort Herz und Anmut sind stärker als eine ganze Armee. © Kurt Haberstich Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber wer kann schon richtig schmieden? © Henryk Bereska Wenn der gerade Weg zu sehen ist, mach keinen Umweg. Aus Rußland Die erste Frau war nur ein Teil von Adam, eine Art Verkleinerung. Ebenso verhält es sich mit dem Geiste. Pierre Joseph Proudhon Der Fortschritt war so fortschrittlich, daß er dem Menschen auf und davon und fort schritt. © Wolfgang J. Reus Die Kunst des Tröstens lernt man nur in der Schule des Leids. Otto von Leixner Der Mann des Jahrzehnts: Der Depp des Jahrhunderts. © Ulrich Erckenbrecht

Grundsätze sind enge Kleider, die einen bei jeder freien

Bewegung genieren. Johann Nepomuk Nestroy Der Positivist war ein epistemologischer Nudist: Er schwärmte für nackte Tatsachen. © Anselm Vogt Hüte dich vor Illusionen, sie besitzen keine Schwächen. Unbekannt Gerechtigkeit: Eigenschaft und Phantom der Deutschen. Johann Wolfgang von Goethe Das einzig Intelligente an ihm ist sein Weisheitszahn. Mark Twain Wer sein Wissen laufend ergänzt, der glänzt. © Hubert Joost Ich möchte den Totenkopf des Mannes streicheln, der die Ferien erfunden hat. Jean Paul Die Zeit des Kalauers ist die Happy hour des Aphorismus. © Reiner Klüting Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen. Rainer Maria Rilke Das Wetter wird wärmer – das Klima kälter. © Andrea Mira Meneghin

Die Gunst des Großen wird nicht selten bloß dadurch verloren, daß man ihnen

sich zu ähnlich stellt. Horaz Wenn eine Frau ins Herz einer anderen trifft, dann verfehlt sie selten die verwundbare Stelle, und die Wunde ist unheilbar. Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos Nach drüben Es geht ein Weg nach drüben, So schön und doch so weit. Wer könnt es mir verübeln, ihn zu gehen, wird es Zeit Am Ziele angekommen halt ich Rast am Himmelstor. Vom Fußmarsch noch benommen, dringen Töne an mein Ohr. Auf Erden läuten Glocken, wie es scheinet nur für mich. Leis' Gesänge mich verlocken, lauschend, doch betrübt bin ich. Sitzend noch, vorm großen Tor, die Augen voller Tränen, schlief ich summend ein davor, es entströmt ein bitt'res Sehnen. Ich wachte auf und sah mich um, nichts hatte sich verändert. Die Wolken zieh'n um mich herum, auch das Tor blieb unverändert. Warum nur blieb das Tor so lang, herzlos unbeweglich stehen? Langsam wurd mir Angst und Bang, daß mir kein Einlaß wird versehen. Da kam zum Tor ein kleines Kin...

Ein Mensch geht, aber er läßt uns seine Liebe, seine Heiterkeit, seinen Ernst,

seine Weisheit. Er läßt uns seinen Geist zurück, mit diesem lebt er unter uns. Er wird weiterwirken durch uns. Nachruf Vorgetan und nachgedacht hat manchen in groß Leid gebracht. Bibel Glück ist nicht die Abwesenheit von Schwierigkeiten, sondern ihre Bewältigung. Die Abwesenheit von Schwierigkeiten nennt man Langeweile. © Peter Hohl Ohrengeräusche sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern im Auge behalten. © Raymond Walden Jeder setzt die Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz selber! © Ümit Özsaray