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Benimm dich im Leben wie bei einem Gastmahl. Eine Speise wird herumgetragen und

gelangt zu dir: Du langst dir zu und nimmst mit Anstand davon. Sie wird vorübergetragen: Du hältst sie nicht zurück. Sie ist noch nicht an dich gekommen: Du unterdrückst dein Verlangen und wartest ruhig, bis sie an dich kommt. So mache es deinen Kindern, deinem Weibe, Ehrenstellen und Reichtümern gegenüber, und du wirst ein Tischgenosse der Götter sein.
Epiktet

Wir werden die Aufgabe unseres Lebens nur erfüllen können,
wenn wir erfüllt sind von unserer Aufgabe.
© peter e. schumacher

Das Leben soll die Erde sein,
darin die Weisheit Wurzel schlägt,
und pflanzt ihr drin den Kern nicht ein,
wächst auch kein Baum, der Früchte trägt.
Friedrich Martin von Bodenstedt

Wir leben
In Lebens Überdruß, in Scheu des Todes.
Lord George Gordon Noel Byron

Im Karneval zeigen die Masken endlich ihre wahren Gesichter.
© peter e. schumacher

Die Tempel der Moderne: je weniger sie die Menschen erleuchten, desto mehr Lichter brennen in ihnen.
© Günther Damm

Dauerndes Glück ist nur in Aufrichtigkeit zu finden.
Georg Christoph Lichtenberg

In der Zeitung häuft sich Zeit-Dung.
© Georg Skrypzak

Gemeoss

Wer Wohltat gibt, soll's bald vergessen; wer Wohltat nimmt, soll's nie

vergessen; Sonst ist um Undank der zu strafen und jenem Hoffart zuzumessen. Friedrich Freiherr von Logau …und leg uns nicht ad acta… © Manfred Hinrich Diese merkwürdige Dreieinhalb-Gott-Religion. © Jacques Wirion Willst du wissen, wo es guten Wein gibt, so frag, wohin die Popen gehen. Aus Bulgarien Wenn's euch mit dem und jenem wirklich Ernst ist, und es dir so recht durch Mark und Bein geht, so lasse du's durchgehen und danke Gott dafür und sage niemandem davon. Matthias Claudius Für intellektuelle Leistungen nimmt man gern einen Lohn, aber für moralische weist man ihn ab. Arthur Schopenhauer

Viele Probleme erscheinen uns nur deshalb so groß, weil

wir sie mit zu wenig Abstand betrachten. © Jochen Mariss Ein Freund ist eine Seele, die in zwei Körpern wohnt. Aristoteles Willst du dich mit mir zanken, so beweise erst, daß ich unrecht habe. © Michail Genin Wo die Liebe hinfällt, zerschlägt sie nicht. © Erhard Horst Bellermann Das Christentum ist das Mittelalter der Menschheit. Anselm Feuerbach Benützt Klopapier beidseitig - der Erfolg liegt auf der Hand. Unbekannt Intoleranz toleriere ich nicht. © Matthias Geßner Die meisten Menschen sterben an ihren Arzneien und nicht an ihren Krankheiten. Molière Eine Zeitverschwendung sind opportune Menschen. © Raymond Walden Oft waren es Analphabeten, die Geschichte schrieben. © Ulvi Gündüz

Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muß sich die

Menschenseele vor der Hundeseele verneigen. Aus Sibirien Das Christentum ist das Meisterwerk des Judentums, sein Ruhm, die Zusammenfassung seiner Entwicklung. Ernest Rénan Kein Verständiger straft, wie Plato sagt, weil gesündigt worden ist, sondern um die Sünde zu verhüten. Lucius Annaeus Seneca Kennst du, mein Bruder, schon das Wort »Verachtung«? Und die Qual deiner Gerechtigkeit, solchen gerecht zu sein, die dich verachten? Friedrich Wilhelm Nietzsche Schafft keine Papiere an, mag der Zins beziehungsweise die Dividende noch so hoch sein, wenn das Papier nicht als absolut sicher anzusehen ist. August Bebel Ich sehe eine Zeit kommen, wo ein Hunger nach idealen Gütern die Welt verzehren wird. Isolde Maria Klara Kurz Rechtmäßig: Vereinbar mit dem Willen des zuständigen Richters. Ambrose Gwinnett Bierce Es gibt keine besseren Zeichen von einem wackeren Gemüt als eine harte Hand. William Shakespeare Pünktlich sind die Gewissenhaften und die Neugierigen. Arthur Sc...

Siehst du einen Riesen, achte auf den Stand der

Sonne, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist. Novalis Im Kampf gegen die Dummheit eint alle, daß keiner sich selbt meint. © Stefan Schütz "Kinder hab' ich satt." Einer, der so redet, hat auch keine Blumen. Aus Japan Die Normalität ist die normale Abweichung vom Chaos. © Martin Oppermann Wer die Menschen wahrhaft kennt, der wird auf niemanden unbedingt bauen, aber auch niemanden vollständig aufgeben. Joszef Freiherr von Eötvös Wer sich anbiedert, spürt nicht, wie bieder er ist. © Walter Ludin Jeder Mensch ist sich selbst der Nächste. Babylonischer Talmud Die Poesie ist der Schmetterling auf der Blume der Welt. Wolfgang Menzel Die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen. © Dalai Lama Der Büffel prahlt nicht mit seiner Kraft, wenn der Elefant da ist. Aus dem Senegal

Alle Dinge haben eine Neigung, sich jenem Menschen zuzuwenden, der den besten Gebrauch

von ihnen machen kann, und sie verlassen sogar ihren rechtmäßigen Eigentümer. Ein Dieb, der den italienischen Naturforscher Donati auf einer Reise bestahl, fand in dessen Eigentum eine Sammlung seltener afrikanischer Samen und er schickte sie von Marseille aus an Linnaeus. Donati selber erlitt Schiffbruch und kehrte nie zurück. Henry David Thoreau Und auf der höchsten Klippe Rand, O goldne Sonne, die mir's zeigt, Das Reich, nach dem die Sehnsucht stand, Das Reich, in dem die Sehnsucht schweigt, Das wahre, ewge Vaterland. Paul Anton de Lagarde Wer heimlich Gutes wirkt, sein Geld austeilt verhohlen, Der hat das Himmelreich gar meisterlich gestohlen. Angelus Silesius Eine Frau, die sich nicht hingeben kann, ist alles, nur keine Frau. Ein Mann, der sich nicht hingeben kann, ist alles, nur kein Mensch. © Peter Rudl Zufall ist ein völlig konfuses mathematisches Konzept. © Erhard Blanck Mittel gegen Langeweile? Einfach alle Sinne auf Empfang stellen. © Helmut Glaßl...

Zufriedenheit ist oft von längerer Dauer, Glücksmomente sind kurz. Die Erinnerung aber verweilt

länger bei den Glücksmomenten. © Dr. Ekkehart Mittelberg Erblickst du einen Einsichtsvollen, dann such ihn schleunigst auf. Abtreten soll dein Fuß die Schwellen seiner Türen. Bibel Herz, mein Herz, sei nicht beklommen, Und ertrage dein Geschick, Neuer Frühling gibt zurück, Was der Winter dir genommen. Und wie viel ist dir geblieben! Und wie schön ist noch die Welt! Und, mein Herz, was dir gefällt, Alles, alles darfst du lieben! Du bist wie eine Blume, So hold und schön und rein; Ich schau dich an, und Wehmut Schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände Aufs Haupt dir legen sollt, Betend, daß Gott dich erhalte So rein und schön und hold. Kind! Es wäre dein Verderben, Und ich geb mir selber Mühe, Daß dein liebes Herz in Liebe Nimmermehr für mich erglühe. Nur daß mirs so leicht gelinget, Will mich dennoch fast betrüben, Und ich denke manchmal dennoch: Möchtest du mich dennoch lieben! Andre beten zur Madonne, Andre auch zu Paul und Peter...

Man braucht seinen Verstand nie so sehr, als wenn

man mit einem Dummkopf zu tun hat. Fernöstliche Weisheit Sternschnuppe Es fiel ein Stern, habt ihr gedacht, aus weiten, unbekannten Fernen. Ging unter er in dunkle Nacht? Blieb er am Himmel bei den Sternen? Ist's eine Welt, die im Entstehn sich Kraft und Stoff zu holen strebte? War's eine Welt, die im Vergehn durchs Leuchten sich zu Ende lebte? Das werdet ihr vielleicht, vielleicht eure Rohre noch ergründen, jedoch wer ihren Weg ihr zeigt, kann nur der Glaube euch verkünden. Karl Friedrich May Bevor du etwas Kluges sagst oder schreibst, denke daran, daß es noch Klügere als dich gibt. Aus Griechenland Der schönste Monat für das Herz ist und bleibt der Monat März. Volksmund Gott leidet mit dem Menschen im Gekreuzigten. Der Mensch lebt mit Gott im Auferstandenen. © Josef Bordat Was trag ich auf meinen Schultern? Was für Gespenster umhängen mich? Franz Kafka Lesen ist vom Autor geführtes Denken. © Peter O. Pirron (POP) Die Gewöhnung stumpft uns...

Wir Psychologen der Zukunft — wir haben wenig guten Willen zur Selbstbeobachtung: wir

nehmen es fast als ein Zeichen von Entartung, wenn ein Instrument „sich selbst zu erkennen“ sucht: wir sind Instrumente der Erkenntnis und möchten die ganze Naivität und Präzision eines Instrumentes haben; — folglich dürfen wir uns selbst nicht analysieren, nicht „kennen“. Friedrich Wilhelm Nietzsche Wenn plötzlich in dein Lebenslicht die finsterste der Nächte bricht, du nicht begreifst, woher sie kommt, du nicht begreifst, zu was sie frommt, dich tiefer Gram macht sprachlos stumm, tröst’ dich der Spruch: Gott weiß warum. Justinus Kerner Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei. Mahābhārata Man darf die Erziehung nicht geringschätzen, da sie unter den größten Gütern welche den besten Menschen zuteil werden, den ersten Rang einnimmt. Platon Ahnungslosigkeit: oft der schnellste Weg zum Erfolg. © Peter Rudl Ob die Tiere uns auch vertierlichen? © Anke Maggauer-Kirsche So...

Bücher sind nichtperiodische Publikationen mit einem Umfang von 49

Seiten oder mehr. Unbekannt Laute Worte werden nicht veränderlicher, wenn man sie schreit. © Volkmar Frank Mit sich selbst ist man nicht immer in der vornehmsten Gesellschaft. Wilhelm Busch Im Finstern führt der blinde Mann auch den, der sonst gut sehen kann. Sorbisches Sprichwort Der Verstand ist dem Menschen gegeben, damit er ihn benutzt. Jonathan Swift Ungeratene Kinder sind Nägel zu der Eltern Sarg. Deutsches Sprichwort Wenn der Himmel einstürzt, sind alle Spatzen tot. © Dr. Dieter Schulte Als Kinder lernen wir sprechen, als Erwachsene sollten wir lernen zuzuhören. Unbekannt Was uns nicht weiterbringt, sollten wir lieber hinter uns lassen. © Ernst Ferstl Wer zu rasch redet, gibt eine falsche Antwort. Aus Ägypten

Für einen Arzt und einen Richter ist es schwer,

kein Verächter der Menschen zu werden. Theresa Keiter Für den Langschläfer ist die Welt länger in Ordnung. © Uli Löchner Wer Unglück erwartet, bittet darum und wird es auch zweifellos erhalten. Prentice Mulford Wer um seine Ehre spielt, hat sie bereits verloren. © Horst A. Bruder Der Kampf ums letzte Wort streckt so manche Beziehung in die Länge. © Martin Gerhard Reisenberg Je größer die Stadt, desto größer die Spitzbuben! Verfasser unbekannt Die Revolution ist vorbei, ich bin die Revolution. Napoleon I. Bonaparte Der Unverstandene lebt allein, auch wenn er zu zweit ist. © Katharina Eisenlöffel Ein Mensch von Sanftmut und gutem Charakter schafft sich selbst sein Glück. Aus Asien Unrecht ertragen ist vielleicht eine noch verwerflichere Eigenschaft als Unrecht zufügen. Prentice Mulford