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Sicher, es ist alles Eitelkeit, aber wer wird nicht zugeben müssen, daß er

ein wenig davon ganz gern hat? Ich möchte wohl wissen, welcher entschlossene Geist Roastbeef verabscheut, bloß weil es vergänglich ist? Das ist eine Eitelkeit. Möge aber doch jeder, der dies liest, sein ganzes Leben lang eine anständige Portion davon haben, ja, auch dann, wenn ich fünfhunderttausend Leser hätte.
William Makepeace Thackeray

Dein Buch – dein stiller Freund, schweigsam bereit,
bedrängt dich nicht und bleibt doch freundlich nah.
Wenn Menschen dich verlassen, steht es da.
Es wartet nur auf seine Zeit.
© Erich Limpach

Hilf zeitig, wo du helfen kannst. Hilf dem Nachbarn löschen, ehe das Feuer auch dein Dach ergreift.
Aesop

Fiel ein Herz im Drange
Zwischen Reiz und Pflicht:
Mensch, o richte nicht!
Weißt du, welchem Zwange,
Welchem Unglückstag
Solch ein Herz erlag?
Christoph August Tiedge

Nicht einen Reichen gibt es, der da froh
Sich reich fühlt, da wo Menschen noch verhungern!
Leopold Schefer

Ein Verstandesmensch ist wie eine Paganinische Geige; man kann sie auf einer Saite spielen; bei einem Gefühlsmenschen bewegen sich sogleich alle, das ganze Instrument tönt zusammen.
Albert Knapp

Normalität ist Gewöhnungssache.
© Martina Wichor

Um Erfolg zu haben, muß man aus dem Wollen schöpfen.
© Kuno Klaboschke

Nur der Wähler glaubt, er wähle frei.
© Dr. Gerhard Strobel

Gemeoss

Im Vergleich zum Menschen ist selbst der stattlichste Affe

scheußlich. Heraklit von Ephesus Auf dem Fliegenplaneten Auf dem Fliegenplaneten, da geht es dem Menschen nicht gut: denn was er hier der Fliege, die Fliege ihm dort tut. An Bändern voll Honig kleben die Menschen dort allesamt, und andre sind zum Verleben in süßliches Bier verdammt. In Einem nur scheinen die Fliegen dem Menschen vorauszustehn: Man bäckt uns nicht in Semmeln, noch trinkt man uns aus Versehn. Christian Morgenstern Hinter der unglaublichen Tüchtigkeit mancher Leute versteckt sich eine maskierte Süchtigkeit. © Ernst Ferstl Dein erstes Weib ist dir von Gott gesandt, das zweite von Menschen, das dritte vom Teufel. Aus der Ukraine Am besten sind die Menschen, denen man gar nicht begegnet. © Fred Ammon Das ganze Vergnügen an der Liebe beruht schließlich auf dem Wechsel. Molière Was du tust, bedenke das Ende. Bibel Was sich selbst erniedrigt, ist bereit zu fallen. Aus Nigeria Was ist dein Beruf? "Gut zu sein." Marc Aurel ...

Die 10 großen A auf der Leiter zum Erfolg: Alle Anfallenden Arbeiten Auf

Andere Abwälzen, Anschließend Anschnauzen, Aber Anständig! Unbekannt Alles was schön ist, bleibt auch schön, auch wenn es welkt. Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben. Maxim Gorkij No light in the Dark Braun Das Uniformhemd Dumm Der Gesichtsausdruck Zerstört Der Rest Menschlichkeit Von Haß zerfressen Das Herz Falsche Parolen Sie zerstören Frieden Durch Angst vor dem Fremden Aufmarsch von Dummen Verbreitung von Angst Durch Kampfbereite Maschinen Die Chaos verbreitend Durch Straßen ziehn Und Unschuldige zerbrechen Wie gefrorene Grashalme Im Sturm Menschen nehmt euch in acht Die Nacht erwacht Das Braune erstarkt No Light in the Dark? Olivegrün Die Jacke Kahl Der Schädel Die Arme Tätowiert mit Hakenkreuzen Symbole der Macht Die Gemeinheit bedeuten Rechte Gedanken Sie verderben Liebe Durch rohe Gewalt Das Volk geschockt Verhaftung von Nazis Durch Väterchen Staat Der Krampfhaft versucht Den Haß zu verhindern Und Schuld zu ...

Liebe ist ja selber der stärkste Zauber, jede andere

Verzauberung muß ihr weichen. Heinrich Heine Den Kopf von blühenden Zweigen bedeckt Den Kopf von blühenden Zweigen bedeckt, Die Arme über den Kopf gestreckt Und die Beine hinaus in die Sonne. Es ist wohl schon ein rundes Jahr, Daß mir so wohl, so wohl nicht war, So voller Wonne. Wie scheint so anders, so anders die Welt, Wenn man die Augen zum Himmel hält! Wo blieben doch alle die Sorgen? Schon manchen Monat hat's gesäumt, Daß ich so lustig nicht geträumt Wie heute morgen. Felix Schumann Das sind die rechten Katzen, die vornen lecken und hinten kratzen. Abraham a Santa Clara Ein Spezialist, auch in der Medizin, ist einfach nur ein Ein-Fachmann © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Der Aphoristiker fasst, was es zu denken gibt, in Worte und gibt es zum Nachdenken weiter. © Ernst Reinhardt der kluge Mensch hört auf das, was er sagt © Anke Maggauer-Kirsche Sprich nicht weiter, wenn du überzeugt hast. Deutsches Sprichwort Als Stilleben wird man nur ...

Man muß nicht in der Bratpfanne gelegen haben, um

über ein Schnitzel zu schreiben. Maxim Gorkij Nachklang Rose der Liebe, in Schuld entsprossen, in Qual erblüht, mit Thränen begossen, o laß an Deinem Duft mich berauschen – die Seligkeit sollt ich um Alltagsglück tauschen? Ich will kein langes, kein reuloses Glück, Vollwonne nur einen Augenblick. Mein heimliches Glück, einer andern geraubt, mein ist es dennoch, stolz heb ich das Haupt, von der Sitte verdammt, von der Welt getadelt, Durch Sünde geächtet, durch Liebe geadelt. Clara Blüthgen Die Glocken läuten Der Mensch öffnet die Seele Besinnung tritt ein © Erhard Horst Bellermann Welche Schande für unsere Zeit, daß sie Bücher herstellt, die nicht von Dauer sind! Honoré de Balzac Herrlich bist du wie Moschus Wo du warst, gewahrt man dich noch. Johann Wolfgang von Goethe Als wahrer Teufel existiert allein der Mensch, der Götter nach Belieben erschafft. © Raymond Walden Erstens kommt es anders, zweitens weil man irrt. © Manfred Hinrich Das Genie ist di...

Ich wollte lieber bei Löwen und Drachen wohnen, denn bei einem bösen Weibe.

Wenn sie böse wird, so verstellet sie ihre Gebärde und wird so scheußlich wie ein Sack. Ihr Mann muß sich ihrer schämen, und wenn man es ihm vorwirft, so tut es ihm im Herzen wehe. Gotthold Ephraim Lessing Das erfrorene Vögelchen Lag ein graugelb Vögelein über dem weißen Schnee, festgeschlossen die Augen klein, Beinchen in die Höh. Sprangen lustig vom Dorf herbei Kinder mit ihrem Hund, standen auf einmal still die drei vor dem Vogel am Grund. Hob das Mädchen ihn auf vom Schnee; traurig das Köpfchen hing. Tat den beiden das Herzchen weh; sprachen: "Das arme Ding! Fand schon lange kein Körnchen mehr; alles so dick verschneit! Wenn's zu uns doch gekommen wär, hätten wir gerne gestreut!" Trugen sie's langsam zum Garten fort, machten ihm da sein Grab an den allerstillsten Ort, den es nur irgend gab. Aus dem Schnee ragt ein Hüglein frei, drüber ein Zweiglein gut. Piepen zwei kleine Vöglein dabei, wissen nicht, wer da ruht. Viktor Blüthgen

Das Unzulängliche des Wissens ist produktiv; ich schrieb meine Iphigenie aus einem Studium

der griechischen Sachen, das aber unzulänglich war. Wenn es erschöpfend gewesen wäre, so wäre das Stück ungeschrieben geblieben. Johann Wolfgang von Goethe Der arme Peter I Der Hans und die Grete tanzen herum, Und jauchzen vor lauter Freude. Der Peter steht so still und stumm, Und ist so blaß wie Kreide. Der Hans und die Grete sind Bräut'gam und Braut, Und blitzen im Hochzeitgeschmeide. Der arme Peter die Nägel kaut Und geht im Werkeltagskleide. Der Peter spricht leise vor sich her, Und schaut betrübet auf beide: »Ach! wenn ich nicht gar zu vernünftig wär, Ich täte mir was zuleide.« II »In meiner Brust, da sitzt ein Weh, Das will die Brust zersprengen; Und wo ich steh, und wo ich geh, Will's mich von hinnen drängen. Es treibt mich nach der Liebsten Näh', Als könnt's die Grete heilen; Doch wenn ich der ins Auge seh, Muß ich von hinnen eilen. Ich steig hinauf des Berges Höh', Dort ist man doch alleine; Und wenn ich still dort oben s...

Hüte Dich vor den Menschen die beteuern, daß sie alles für Dich tun

würden, denn nicht selten wollen sie Dich nur zu einem Sklaven machen. Hinter aufgesetzter Selbstlosigkeit steckt oftmals der Wunsch, einen Menschen unter allen Umständen und für immer an sich zu binden. Und wehe Du erfüllst diesen Wunsch eines Tages nicht! © Benjamin Stelzer Die Aehren Der Abend war selbst wie ein Wunder der Liebe, Sie gingen umschlungen und stumm vor Liebe Aus den Feldern dem träumenden Dorfe zu. Sie lehnte sich wärmer an ihn. Sie sagte, So still, als wenn der Abendwind klagte: "Im Korn, das war doch eine Sünde, du!" Er löst seine Hand und Wange von Wange: "Und nennst dus Sünde, daß ich dich umfange, So liebst du mich nicht und liebst mich nicht!" Da schaut sie empor zu dem Zornigen, Wilden Und sieht mit erschrockenen, hilflosen, milden Augen dem Liebsten ins Angesicht, Und lächelt in Tränen und löst die bleichen, Bebenden Lippen und sagt mit weichen Worten zum Liebsten: "Das sagst du mir?" Und schlingt den Arm u...

Es ist höchste Zeit, daß der Mensch endlich seinen Wert erkenne. In der

Tat, was soll das, ist er denn irgendein ungesetzlich geborenes Wesen? Geziemt es ihm, sich zu verstecken und nach allen Seiten umzusehen? Nein, ich will meinen Kopf kühn und gehoben tragen. Das Leben ist mir nicht deshalb gegeben, damit ich es zur Schau trage, sondern, damit ich es lebe. Ich bin mir der Pflicht bewußt, daß ich die Wahrheit zu reden habe, die volle Wahrheit auf allen Wegen. Nicht um die Meinung, die die Leute über mich haben, habe ich mich zu kümmern, sondern um meine wahre Bestimmung. Ralph Waldo Emerson Je grüner der Frosch, desto quak. Je höher der Sprungturm, desto platsch. Je härter die Nuß, desto knack. Je gelber das Telefon, desto hallo. Je tiefer das Loch, desto plumps. Je tiefer das Wasser, desto blubb. Je schneller das Auto, desto Krach. Unbekannt Das Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern. Carmen Sylva Wer zu Papier bringt was er leidet, wird ein ...

Ohne Kampf und Verleugnung gibt es keinen Adel und wahren Wert für den

Menschen, und ohne Kampf kennt er die Kluft nicht, die in unserm Inwendigen zwischen Wollen und Sein, zwischen edel und gut befestigt ist, und kann sie nicht kennen. Matthias Claudius Leistung Wer sich scheut, die Hand zu regen, wird auf der Welt auch nichts bewegen. Erst die Leistung zu erbringen, lässt im Korb Erwerbe klingen. Niemand als nur du allein hörst in das eig'ne Ich hinein. Drum lass es sein dir dran gelegen, Urteil nur für dich zu geben. Über andre Urteil fällen, wird oft die eignen Ohren prellen. Es stirbt manch Fuchs in seinem Bau meistens durch 'ne Eigenshow. Alles, was dies Verslein schmückt, großartig ist's ausgedrückt: Eines Dichters holder Wahn fängt meistens bei sich selber an! © Tilly Boesche-Zacharow

Ein Deutscher kann seines Lebens nur froh werden, solange er reist. Jeder Deutsche

ist in seinem Vaterländischen, hier oder dort, wie in einem warmen Bade, das keinen Gesunden erquickt und worin man nicht ein wenig mit dem Finger plätschern kann, ohne alles naß und verdrießlich zu machen. Der Wandernde aber badet sich im freien Strome; Luft, Wasser, Feld und Himmel genießt er zugleich, die frische Welle stärkt ihn, und der Strom tritt nicht über das Ufer, wenn er ihn mit seinen Armen schlägt. Carl Ludwig Börne Allein bei Freunden läßt man frei sich gehn, Man ruht in ihrer Liebe, man erlaubt Sich eine Laune, ungezähmter wirkt Die Leidenschaft, und so verletzen wir Am ersten die, die wir am zartsten lieben. Johann Wolfgang von Goethe Wenn wir die Gegenwart nicht aufmerksam betrachten, überrascht uns die Zukunft oft mit Unerwartetem. © Jo Taijun Fuss Gerechtigkeit heißt der kunstreiche Bau des Weltgewölbes, wo alles eines, eines alles hält, Wo mit dem Einen alles stürzt und fällt. Johann Christoph Friedrich von Schiller Die großen Schmerzen des Todes...