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Ist erst die Jugend vergangen, dann stürbe man besser, als zu erwarten, was

uns trauriges Alter beschert.
Mimnermos von Kolophon

Der Trieb, aus unserem Wesen etwas hervorzubringen, das zurückbleibt, wenn wir scheiden, hält uns eigentlich am Leben fest.
Johann Christian Friedrich Hölderlin

Der Sinn des Lebens

Schwierig ist es zu finden des Lebens Sinn,
Gar zu oft scheint es, das Leben schleicht nur so dahin.
Manchmal meint man, daß wieder mal gar nichts passiert,
ein ander Mal erscheint einem das Leben sehr kompliziert.
Mancher bekommt den Lebenssinn quasi mit in die Wiege gelegt,
andere suchen ihn während des Lebens ganz angeregt.

Für den einen besteht der Sinn des Lebens im Singen,
für den anderen darin, den Doktortitel zu erringen.
Jener will werden Pastor,
aber viele lassen die Kirche auch außen vor.
Was du auch tust, tu's mit Bedacht,
und gib auf den roten Faden deines Lebens acht.

Viele Menschen finden in der Musik den Sinn ihres Lebens
Gerade diese leben bestimmt nicht vergebens.
Nehmt es Euch am besten gleich noch vor
Und schenkt der Musik (auch bei der Sinnsuche)
ab heute ein offenes Ohr!
Stimme, Instrumente und Gesang,
geben der Musik ihren ureigenen Klang.

Ob es dir gut geht oder auch schlecht,
die Musik wird jeder Lebenslage gerecht.
Gerade auch in schlechten Tagen
Hilft die Musik, das Leben besser zu ertragen.
Wenn du glaubst, daß niemand dich versteht,
mit Musik es dir gleich viel besser geht.

Vergiß nicht die Menschen und was sie empfinden,
gerade in jenen kannst du vielleicht deinen Lebenssinn finden.
Ob alt ob jung, ob groß ob klein,
für viele kann man vielleicht eine Hilfe sein.
Man muß es vielleicht nur erkennen,
anstatt vor jedem Problem gleich wegzurennen.

Auch manches Tier, es ist kein Scherz,
könnte dir schenken sein Herz.
Nimm dir für ein Tier nur hin und wieder ein bißchen Zeit,
es wird es dir danken bis in alle Ewigkeit.
Wenn mancher Mensch schon lange abgehauen,
ein Tier noch weiter schenkt dir sein Vertrauen.

Doch nicht immer findet man nur draußen den Lebenssinn,
vielleicht ist er sogar in deinem Innern drin.
Höre deine innere Stimme und was sie dir sagt,
auch dieser Schritt ist bei der Sinnsuche sehr gefragt.
Geht es dir gut, geht es dir schlecht,
war in deinem Leben bisher alles gerecht?

Hast du deine Ziele im Leben erreicht,
war es eher schwierig oder eben ganz leicht?
Hab ich gefunden, was ich gesucht?
War ich schon oft im Leben auf der Flucht?
Trag ich mein Los auch in schwierigen Zeiten,
wenn schlimme Probleme mich mal wieder begleiten?

Wenn man dann am Ende des Lebens nimmt seinen Hut,
muß man nicht sagen, der Sinn meines Lebens war gut.
Hauptsache ist doch, man hat ihn gefunden,
wenn auch die Suche hat vielleicht gedauert viele Stunden.
Doch sei jeder auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens bestrebt,
dann kann er am Ende sagen: "Ich hab nicht umsonst gelebt".
© Karin Schneppendahl

Gemeoss

Wenn du lange genug am Fluß sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines

Feindes vorbeischwimmen. Aus China Es genügt nicht zum Fluß zu kommen mit dem Wunsch, Fische zu fangen. Man muß auch das Netz mitbringen. Fernöstliche Weisheit Mütterchen, sagt immerdar, immerdar, Früh zu freien bringt Gefahr, bringt Gefahr, Ich soll warten mit dem Frein, mit dem Frein, Bis ich werde klüger, klüger sein. Doch ich fürcht' nicht die Gefahr, die Gefahr, Nehm' ein Weib noch dieses Jahr, dieses Jahr, Denn wenn ich erst klüger bin, klüger bin, Kommts mir nicht mehr, nicht mehr in den Sinn! © Ungarisches Volkslied Leuchtturm Wegweiser in Dunkelheit Einsamkeit Angst Not und Gefahr. Trotzt du Wellen und Wind im Sturm. Wie der Mensch der seine Stürme des Lebens auch meistert. Und das Licht der Hoffnung leuchtet in seinem Herz. © Karin Thießen Wer hoch hinaus will, sollte beim Blick in die Abgründe, die sich dann vor ihm auftun, schwindelfrei sein. © Dr. Achim Reichert In der Spaßgesellschaft erntet die meisten Lacher, wer ...

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Was der Saft im Baum ist, das ist die Seele im Körper, und

ihre Kräfte entfalte sie wie der Baum seine Gestalt. Die Erkenntnis gleicht dem Grün der Zweige und Blätter, der Wille den Blüten, das Gemüt ist wie die zuersat hervorbrechende Knospe, die Vernunft wie die voll ausgereifte Frucht. Der Sinn endlich gleicht der Ausdehnung des Baumes in Höhe und Breite. So ist die Seele der innere Halt und die Trägerin des Leibes. Hildegard von Bingen Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht. In der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich. Arthur Schopenhauer Die meisten Ehemänner benehmen sich wie ein Orang-Utan, der Geige zu spielen versucht. Honoré de Balzac Wenn die Wirkung gut ist, so muß man auch einen, dem man abgeneigt ist, belohnen, wenn die Wirkung nicht gut ist, so muß man auch einen, dem man geneigt ist, bestrafen. Lü Bu We Gebet ist das Atemholen der Seele. John Henry Newman Nostalgie: Blackbox mit perfekter Ausblende-Technik © KarlHeinz...

Die Bewusstheit über das, was wir uns nicht gönnen,

lässt uns erkennen, was wir brauchen. © Dörthe Huth Die nackte Wahrheit ist manchmal attraktiver als die bestbekleidete Unwahrheit. © Willy Meurer Glauben Sie mir: der Staat ist immer für Sie da, wenn er Sie braucht. © Dr. rer. pol. Gerhard Kocher Sogar die Grundsteine der Menschlichkeit sind den meisten Leuten längst vom Herzen gefallen. © peter e. schumacher Manche Bestimmungen erscheinen ausgedümmelt, aber so etwas sagt man nicht. © Erhard Horst Bellermann „Das letzte, was dir von den Frauen bleibt, ist das selbstgekochte Essen…“ © Elmar Kupke Das Neue erfreut jene, die nichts zu verlieren haben. Aus Venedig Des Frevels Acker trägt den Tod als Erntelohn. Aischylos Man sollte in Biographien einmal die Taten ins Licht setzen, die einer seingelassen hat. © Matthias Pleye Was am meisten Unheil anrichtet, das ist der inconsequente Despot. Johann Jakob Mohr

Aber – ich soll ein echtes, ein wahres Weib sein! Was ist denn

das: ein wahres Weib? Muß ich, um ein wahres Weib zu sein, bügeln, nähen, kochen und kleine Kinder waschen? Hedwig Dohm Ich zweifle noch immer … na ja, warum soll ich denn nicht zweifeln, wenn's mir eine Erleichterung verschafft? Zweifeln kann man an allem, und unter zehnmal zweifelt man neunmal mit vollem Recht! Johann Nepomuk Nestroy Der Unverstand ficht bei Gelegenheit Auch von den Klugen wohl die meisten an; Drum kann ein Mensch schon gelten für gescheit, Der weiß, was er an Dummheit leisten kann. Albert Roderich Ein Lehrer verstößt heute schon gegen die allgemeine Schulpraxis, wenn er das unverschämte Benehmen seiner Schüler mehr als nur feststellt… © Elmar Kupke Ein versperrtes Tor ist leichter zu öffnen als ein versteinertes Herz. © Ernst Ferstl Ein Vogel im Käfig hat stets zu essen, doch wird er nie den Flug in der Morgensonne genießen können.. © Robert Maly´ Was ist das Heiligste? Das, was heut und ewig die Geister, Tiefer und tiefer gefühlt, immer nu...

Wenn sich die Welt zerstört, so fängt es so an: Menschen werden zuerst

treulos gegen die Heimat, treulos gegen die Vorfahren, treulos gegen das Vaterland. Sie werden dann treulos gegen die guten Sitten, gegen den Nächsten, gegen das Weib und gegen das Kind. Peter Rosegger Wirklich sind es die deutlichen Ideen, die zum Sprechen gebraucht werden; fast immer ist es irgend eine konfuse Idee, die uns zum Handeln treibt. Diese beherrschen das Leben. Joseph Joubert Im Heuhaufen ist vielleicht die Nadel, im Sein aber kein Sinn. © Stefan Rogal Gewalt ist die Hebamme der Geschichte. Karl Marx Wehe denen, die sich der Gewalt bedienen, die sie über ein Herz haben. Johann Wolfgang von Goethe Nicht die Liebe ist es, die den Menschen irreführt, er führt sich selbst irre. Aus Japan

Wie das größte physische Übel der Tod ist, so ist das größte moralische

zweifellos der Krieg. Voltaire Alles ungewiß, nebelhaft und flüchtig; die Tugend allein kann durch keine Gewalt zertrümmert werden. Marcus Tullius Cicero Man muß sich selbst durch das Selbst emporheben und darf sich nicht selbst herabsinken lassen. Denn das Selbst allein kann einem selbst Freund sein, und man selbst allein kann sich selbst Feind sein. Wer sich selbst durch das Selbst überwunden hat, ist zu seinem eigenen Freund geworden. Wer sich aber nicht selbst überwunden hat, ist in Feindschaft mit sich selbst, wie ein Feind. Bhagavadgîtâ Möge Gott dir immer geben, was du brauchst: Arbeit für deine fleißigen Hände, Nahrung für deinen hungrigen Leib, Antworten für deinen fragenden Geist, Freude und Liebe für dein warmes Herz und Frieden für deine suchende Seele. Möge Gott weder deine Gesundheit noch deine Vorräte und deine Arbeit verringern. Altirischer Segenswunsch Ordnung ist das halbe Leben. Deutsches Sprichwort Wer Schatten spenden möchte, muss star...

Der Appell an die Nachwelt entspringt aus dem reinen lebendigen Gefühl, daß es

ein Unvergängliches gebe und, wenn auch nicht gleich anerkannt, doch zuletzt aus der Minorität sich der Majorität werde zu erfreuen haben. Johann Wolfgang von Goethe Stürm, stürm, du Winterwind! Du bist nicht falsch gesinnt, Wie Menschenundank ist. Dein Zahn nagt nicht sosehr, Weil man nicht weiß, woher, Wiewohl du heftig bist. Heisa! singt heisa! den grünenden Bäumen! Die Freundschaft ist falsch, und die Liebe nur Träumen. Drum heisa, den Bäumen! Den lustigen Räumen! Frier, frier, du Himmelsgrimm! Du beißest nicht so schlimm Als Wohltat nicht erkannt; Erstarrst du gleich die Flut, Viel schärfer sticht das Blut Ein Freund von uns gewandt. Heisa! singt heisa! den grünenden Bäumen! Die Freundschaft ist falsch, und die Liebe nur Träumen. Drum heisa, den Bäumen! Den lustigen Räumen! William Shakespeare

Auch geistige und sittliche Qualitäten des Weibes vermögen die wertlose Geschlechtlichkeit des Mannes

anzuregen. Es kann kompromittierend sein, sich mit einer anständigen Frau auf der Straße zu zeigen; aber es grenzt geradezu an Exhibitionismus, mit einem jungen Mädchen ein Gespräch über Literatur zu führen. Karl Kraus Enttäuschungen bedeuten inneres Wachstum, sagen Stoiker in gelassener Ruhe – daß sie aber die Herzen hart machen, verschweigen sie geflissentlich. Wilhelm Vogel Die Charakterzüge eines Menschen ändern sich so wenig wie seine Fingerlinien. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Es ist egal wer du bist – wo du herkommst – an welche Religion du glaubst – welche Hautfarbe du hast. Sei einfach nur ein anständiger Mensch – das ist das einzige, was zählt. © Willy Meurer Es gibt keine Vernunftgründe für die Dummen. Aus China Viele Menschen verachten den Reichtum, aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten. François VI. Duc de La Rochefoucauld

Wir sind ein einziges Mal geboren; zweimal geboren zu werden, ist nicht möglich;

eine ganze Ewigkeit hindurch werden wir nicht mehr sein dürfen. Und da schiebst Du das, was Freude macht, auf, obwohl Du nicht einmal Herr bist über das Morgen? Über dem Aufschieben schwindet das Leben dahin, und so mancher von uns stirbt, ohne sich jemals Muße gegönnt zu haben. Epikur von Samos Eine alte dicke Ente Eine alte, dicke Ente Geht nicht gerne schnell. Ja, sie möchte – wenn sie könnte! Doch sie ist zu korpulente. Solche alte, dicke Ente kommt nicht schnell von der Stell. Friedrich Hofmann Das Leben ist ein vielbesagtes Wandern, ein wüstes Jagen ist's von dem zum andern, und unterwegs verlieren wir die Kräfte. Nikolaus Lenau Statistik, die: Lehre widerspenstige Zahlen so zu foltern, bis sie die Lügen gestehen, die man zu hören wünscht. © Karsten Mekelburg Das kommt davon Ein Moschustier am Hindukusch Mußt' eines Jägers Blei erliegen. Da brummt das Stinktier aus dem Busch: "Es ist ein Fehler, gut zu riechen." Otto Alexander Banck ...