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Klug ist, wer ruhig sich verhält zur rechten Zeit; und diese Vorsicht ist

es, die den Mann bewährt.
Euripides

Die üppige Kraft sucht eine Arbeit. Die jungen Lämmer stoßen sich die Stirnen aneinander, wenn sie von der Mutter Milch gesättiget sind.
Johann Christian Friedrich Hölderlin

Von allen Wegen, die zu einem ehrlichen Lebenswandel führen, ist der geradlinigste der zielführendste.
© Ernst Ferstl

Es gibt freilich nur einen einzigen Weg zur Wahrheit, aber in ihn münden wie in einen unversieglichen Strom die Gewässer von allen Seiten ein.
Clemens von Alexandrien

Vorgesetzte sind gut beraten, wenn sie zielstrebige Aktivitäten fein zu unterscheiden wissen von wichtig daher kommendem Aktivismus.
© Christa Schyboll

Alles Menschliche ist an sich nur provisorisch.
Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck

Der Glaube lässt dich Unmögliches versuchen.
Der Zweifel hingegen hält selbst vom Möglichen ab.
© Marcel Baumert

Wer achtet auf den Gesang des Baches,
wenn der Sturm wütet?
Khalil Gibran

Wer das Versagen gewinnt,
verliert das Gewinnen.
© Julian Scharnau

Das Gebet des Hühnerfalken allein verschafft ihm keine Hühner.
Von den Suaheli

Gemeoss

Und wenn alles, was man sagt, wahr sein muß, so ist darum nicht

auch die Pflicht, alle Wahrheit öffentlich zu sagen. Immanuel Kant Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen, zusammenstehen, kann niemals ein Bild der Disharmonie entstehen. Vincent van Gogh Die Erfahrung rät uns zur Vorsicht, das Leben lehrt uns die Nachsicht, aber beides erwächst aus der Einsicht. © Peter Amendt Was ist das, die Liebe? Kann man sie in Worte fassen? Oder ist es einfach ein Ausdruck, für etwas, was nicht ausgesprochen werden kann? Denn die Liebe kann man nur erfahren, wenn man sie spürt. Dieses Gefühl. Ein Gefühl der Vollkommenheit. Auch wenn wir nicht vollkommen sind ergänzen wir uns zu einem Ganzen. © Miranda B. Man weiß und macht eigentlich nur, was man wissen und machen will. Die Schwierigkeit ist nur, dies zu finden. Genaue Beobachtung des ersten Moments der erscheinenden Velleität*, der gleichsam der Keim ist, wird uns überzeugen, das hier schon alles drin liegt, was sich nachher nur entwickelt und abklärt. (*Kraftloses, zögernde...

"Ist der Tod langweilig?", fragt der Lebende den Toten. "Mich dünkt eher das

Leben, wenn du schon mit den Toten sprichst!" © Daniel Hugentobler Alles auf Erde ist für den Menschen da, damit es ihm behilflich sei in der Erreichung seiner Lebensziele. Ignatius von Loyola Hätte ich am Morgen schon gewußt, wessen ich am Abend klüger bin, wäre der Tag nutzlos gewesen. © Damaris Wieser Es wäre ein Wunder, wenn ein junger Mann, der unter einem unausgesetzten System unnatürlichen Zwangs steht, nicht zuletzt ein Heuchler würde. Charles Dickens Zu verlieren, zu verschenken, Hat der Ärmste auch. Das wäre? Zu verschenken: seine Neigung, Zu verlieren: seine Ehre. Verfasser unbekannt Es gibt so viele Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben. Rigveda Beim Erben können sich Besitzer ganzer Häuserzeilen um eine Tasse streiten. © Professor Dr. Josef Vital Kopp Zuschanden werden die leichtfertigen Verächter. Bibel Wer mit dem Rücken zur Wand steht, kann die Kraft entwickeln, sie einzudrücken. © Volkmar Frank Wirkliche Egoisten lieben ihren N...

Der Tod muß so schön sein. In der weichen braunen Erde zu liegen,

während das lange Gras über einem hin und her schwankt, und der Stille zu lauschen. Kein Gestern, kein Morgen haben. Oscar Wilde Menschen, die sich gerne schmeicheln lassen, sind geneigt, da, wo nur reine, nackte Wahrheit erscheint, verborgene Zwecke, Überspannung und das Werk einer beleidigten Empfindlichkeit zu sehen. Fénélon Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du mußt vom Schicksal nie zu viel begehren; der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in jeglichem Genuß wird selbst das Glück zum Überdruß. Ludwig Bechstein Den Kirchen fehlen ihre Gemeinden von Gläubigen; den Gläubigen fehlen Priester und den Priestern fehlt jegliche Ehre. Alles was bleibt, sind ein paar Christen ohne Christus. Bernhard von Clairvaux Es lächelt der Tag. Wissend nimmt er uns in den Arm und reicht uns von einem Augenblick zum anderen. © Helga Schäferling Vom Kritiker Der Kritiker hat immer recht, unfehlbar wie der...

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Die Biertischstrategen verändern nicht die Weltgeschichte. Doch die Weltgeschichte hat die Biertischstrategen auch

nicht verändert. © Dr. rer. pol. André Brie Das Leben ist weder ein Leiden noch eine Wonne, sondern eine Arbeit, welche wir zu verrichten und ehrlich zu vollbringen verpflichtet sind. Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville Der Verstand ist immun gegenüber dummen Gedanken, aber dumme Gedanken sind oft immun gegenüber dem Verstand. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Die meisten Menschen, die früh alt werden, sind es immer gewesen. Es gibt greisenhafte Kinder, wie es Kinderseelen bei alten Menschen gibt. Carl Ludwig Schleich Ist es nicht immer wieder eine helle Freude, manchen Leuten zuzuhören, mit welcher Begeisterung sie von ihren neuen Sorgen erzählen? © Ernst Ferstl Blink mal wieder, Frieda! Unbekannt Der Hammer ist zwar ein primitives Werkzeug – der Computer würde aber unterliegen. © Georg Skrypzak Es gibt nichts Dümmeres auf der Welt als einen tapferen Offizier. Arthur Wellesley Herzog von Wellington Jedes gründliche Fachwissen kann nur aus der Literatu...

In der Sekunde nun, als dieser mit dem Kuchengeschmack gemischte Schluck Tee meinen

Gaumen berührte, zuckte ich zusammen und war wie gebannt durch etwas Ungewöhnliches, das sich in mir vollzog. Ein unerhörtes Glücksgefühl, das ganz für sich allein bestand und dessen Grund mir unbekannt blieb, hatte mich durchströmt. Mit einem Schlage waren mir die Wechselfälle des Lebens gleichgültig, seine Katastrophen zu harmlosen Mißgeschicken, seine Kürze zu einem bloßen Trug unserer Sinne geworden; es vollzog sich damit in mir, was sonst die Liebe vermag, gleichzeitig aber fühlte ich mich von einer köstlichen Substanz erfüllt: oder diese Substanz war vielmehr nicht in mir, sondern ich war sie selbst. Ich hatte aufgehört, mich mittelmäßig, zufallsbedingt, sterblich zu fühlen. Marcel Proust Jugend braucht viel Liebe, Vertrauen, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit, um nicht Geschmack an Gewalt und Terror zu finden. © Dr. Carl Peter Fröhling Probleme Die meisten Probleme lösen sich von selbst, wenn man jemanden findet, der einem bei dem zuhört, was man sich selbst nie erzählen k...

Was ich nicht verstehe ist, daß die Leute auf der Straße zwar laufend

Grüß Gott zueinander sagen, sich aber in der Kirche nicht grüßen. Die Gläubigen singen und beten miteinander, doch sie haben für ihren Nachbarn in der Bank oft keinen Blick übrig. Auch der Friedensgruß ist vielfach ein Krampf, wenn er überhaupt stattfindet. Steht da nicht geschrieben: "Grüßt einander mit dem Kuß der Liebe!" (1. Petrus 5.14)? © Petrus Ceelen Vielleicht haben wir uns nur gegenseitig etwas "benutzt" – Ich klaute mir mein Stückchen Liebe und du hast auf dich aufmerksam gemacht Vielleicht... © Norbert Esser Gelehrsamkeit auch darum so imponierend, weil man sie sich nicht durch eine willkürliche Anstrengung ersetzen (verschaffen) kann als das Gefühl, Genieblick usw. Jean Paul Alle Liebe der Menschen muß erworben, erobert und verdient, über Hindernisse hinweg erhalten werden; die Mutterliebe allein hat man immer unerworben und unverdient. Berthold Auerbach Männer widerstehen oft den besten Argumenten und erliegen einem Augenaufschlag. H...

Daher also, daher, aus dem Orkus, kommt alles und dort ist schon jedes

gewesen, das jetzt Leben hat: – wären wir nur fähig, den Taschenspielerstreich zu begreifen, vermöge dessen das geschieht; dann wäre alles klar. Arthur Schopenhauer Arbeitslosigkeit macht krank Ich habe zu viel Zeit, wieder eine Absage. Ich bin zu allem bereit an diesem grauen Tage. Ich gehe in eine der Kneipen und habe so einen Durst. Ich werde bis Abend bleiben und vergesse meinen Frust. Die Vorwürfe regen mich auf, meine Chancen sind gleich Null. Das Leben geht seinen Lauf und ich bin wieder einmal voll. Arbeitslosigkeit macht krank, früher habe ich nie Alkohol getrunken. Heute bin ich wieder einmal blank, die Absage hat mir gestunken. Freunde lassen mich im Stich, die Reichen werden immer reicher, kaum jemand akzeptiert mich, meine Gesichtsfarbe wird immer bleicher. Was nützt das ganze Lernen, Beziehungen kennzeichnen das Leben. Wieweit werde ich mich entfernen? Wird es jemals wieder Arbeit geben? Vieles geht auf Kosten der Schwachen. Was bringt...

Der vollendete Umgang mit Menschen ist die Fähigkeit, zugleich ehrlich und liebenswürdig zu sein.Jean PaulEinsamkeit,

Abgeschiedenheit von Menschen, äußre Ruhe um mich her und innre Beschäftigung sind der einzige Zustand, in dem ich noch gedeihe. Johann Christoph Friedrich von Schiller Wenn das Pflichtbewusstsein nachlässt, bemerken es diejenigen immer zuerst, die es damit nicht so genau nehmen. © Horst Reiner Menzel Zitate in meiner Arbeit sind wie Räuber am Weg, die bewaffnet hervorbrechen und dem Müßiggänger die Überzeugung nehmen. Walter Benjamin Es steht den Menschen Furcht und Zittern an, wenn die gewaltigen Götter solche Boten furchtbarer Warnung uns zu schrecken suchen. William Shakespeare Ein Gedanke kann einen Menschen töten. Honoré de Balzac Heuchelei ist die Tugend des Feiglings. Voltaire Das Wesen einer freien Regierung besteht in einer wirksamen Kontrolle der Rivalitäten. John Adams Es ist kein Mensch, den nicht um irgendetwas Hunderttausende, ja Millionen beneiden können. Wilhelm Raabe Wieviel Freiheit in der Verborgenheit steckt, davon wird das Weltkind, das s...

Zeitungsenten sind immer mit Vorsicht zu genießen - nicht nur wegen der grassierenden

Geflügelpest. © Willy Meurer Es werden Engel, aber nicht Gefallene geschaffen. – Nie kann ein Kind für zu unschuldig und gut gehalten werden. Jean Paul Zum Bußtage (Jesaja 38, Vers 17) Um Trost war mir sehr bange! Oft hab' ich Tag und Nacht, auf meinem Pilgergange in Tränen zugebracht. Wenn mich die Trübsalswogen umtost mit Sturmgebraus, dann schaut' ich nach dem Bogen des ew' gen Friedens aus. Um Trost war mir sehr bange! Wie hat mein zagend Herz gerufen: „Herr, wie lange! Ach heile meinen Schmerz!“ War ich in Angst und Sorgen, aß ich mein Tränenbrot, dann klagt' ich jeden Morgen, mein Gott, dir alle Not. Um Trost war mir sehr bange! Ich seufzte Tag für Tag, wenn Leid und Grämen lange auf meinem Herzen lag. Und ward des Kampfes Ringen in deiner Kraft vollbracht, dann zog auf Andachtsschwingen zu dir ich in der Nacht. Um Trost war mir sehr bange in meiner Sündennot, und drohte mir die Schlange mit ew' gem Höllentod, dann wär i...