Direkt zum Hauptbereich

Man darf über alles unter dem Monde und über ihn selber Phantasien haben,

wenn man nur nicht die Phantasien für Wahrheiten nimmt […].
Jean Paul

Verweichlichung und Bequemlichkeit: logische Konsequenz aller sogenannten »höheren« Kultur, der nur starke Charaktere widerstehen.
© Peter Rudl

Silvester

Mein Fenster öffnet sich um Mitternacht,
Die Glocken dröhnen von den Türmen nieder,
Die Berge leuchten rings in Flammenpracht,
Und aus den dunklen Gassen hallen Lieder.
Will mir der Lärm, will mir der blut'ge Schein
Des nahen Völkerkriegs Erwachen deuten? -
Noch ist die Saat nicht reif. Die Glocken läuten
Dem neuen Jahr. - Wird es ein beßres sein?

Ein neues Jahr, in dem mit blassem Neid
Die Habsucht und die Niedertracht sich messen;
Ein neues Jahr, das nach Vernichtung schreit;
Ein neues Jahr, in dem die Welt vergessen,
Daß sie ein Altar dem lebend'gen Licht;
Ein neues Jahr, des dumpfe Truggewalten
Den Adlerflug des Geistes niederhalten;
Ein neues Jahr! - Ein beßres wird es nicht.

Von Goldgier triefend und von Gaunerei,
Die Weltgeschichte, einer feilen Dirne
Vergleichbar, kränzt mit Weinlaub sich die Stirne,
Und aus der Brust wälzt sich ihr Marktgeschrei:
Herbei, ihr Kinder jeglicher Nation;
An Unterhaltung ist bei mir nicht Mangel.
Im Internationalen Tingeltangel,
Geschminkt und frech, tanz' ich mir selbst zum Hohn.

Den he'ligen Ernst der menschlichen Geschicke
Wandl' ich zur Posse, daß ihr gellend lacht;
Den Freiheitsdurst'gen brech' ich das Genicke,
Damit mein Tempel nicht zusammenkracht.
Ich bin der Friede , meine holden Blicke
Besel'gen euch in ew'ger Liebesnacht;
Wärmt euch an mir und schlaft bei meinem Liede
Sanft und behaglich ein; ich bin der Friede!

Drum segne denn auch für das künft'ge Jahr
Gott euren süßen Schlaf. Das Todesröcheln
Des Bruders auf der Freiheit Blutaltar
Verhallt, wenn meine fleisch'gen Lippen lächeln.
Nur wenn der eigne Geldsack in Gefahr,
Dann tanz' ich mit den schellenlauten Knöcheln
Sofort Alarm, damit euch eure Schergen
Zu den geraubten neue Schätze bergen.

Warum schuf Gott den Erdball rund, warum
Schuf Krupp'sche Eisenwerke er in Essen,
Als daß den Heiden wir mit Christentum
Und Schnaps das Gold aus den Geweiden pressen.
Ein halb Jahrtausend ist das nun schon Mode,
Doch sehr verfeinert hat sich die Methode:
Kauf oder stirb! Wer seines Goldes bar,
Den plagt dann ferner auch kein Missionar.

Ich bin der Friede, meine Schellen läuten,
Sobald des Menschen Herz sich neu belebt,
Und meine Füße, die den Tod bedeuten,
Zerstampfen, was nach Licht und Freiheit strebt.
Ich bin der Friede, und so wahr ich tanze
Auf Gräbern in elektrisch grellem Glanze,
Es fällt zum Opfer mir das künft'ge Jahr,
Wie das geschiedne mir verfallen war!

So sang die Göttin. Aber Gott sei Dank,
Noch eh sie dirnenhaft von hinnen knixte,
Gewahrt' ich, daß die üpp'ge Diva krank
Und alt, so rot sie sich die Wangen wichste,
Daß schon der Tod ihr selbst die Brust gehöhlt;
Und tausend Bronchien rasselten im Chore:
Der rote Saft sprengt dieses Leichnams Tore,
Eh er noch einmal seine Jahre zählt.

Dann wurden unterird'sche Stimmen laut:
Der Mensch sei nicht zum Knecht vor goldnen Stufen,
Es sei zum Herrscher nicht der Mensch berufen,
Der Mensch sei nur dem Menschen angetraut.
Ein dumpfes Zittern, wie aus Katakomben,
Erschütterte den Boden. Alsogleich
Ward jeden Gastes Antlitz kreidebleich:
Bewahr' uns Gott vor Anarchie und Bomben!

Ich aber denke: Eh ein Jahr vergeht,
Vergeht die Kirchhofsruhe. Böse Zeichen
Verkünden einen Krieg, der seinesgleichen
Noch nicht gehabt, solang die Erde steht.
Noch ist die Saat nicht reif, doch wird sie reifen,
Und Habgier gegen Habgier greift zum Schwert;
Es wird der Bruder, seines Bruders wert,
Dem Bruder mörd'risch nach der Kehle greifen.

Die Glocken sind verhallt, verglommen sind
Die Feuerbrände und verstummt die Lieder;
Die alte, ew'ge, blinde Nacht liegt wieder,
Wie sie nur je auf Erden lag, so blind;
Und doch hängt das Geschick an einem Haar
Und läßt sich doch vom Klügsten nicht ergründen.
Wie werden diese Welt wir wiederfinden,
Wenn wir sie wiederfinden,Man darf über alles unter dem Monde und über ihn selber Phantasien haben, wenn man nur nicht die Phantasien für Wahrheiten nimmt […].
Jean Paul

Verweichlichung und Bequemlichkeit: logische Konsequenz aller sogenannten »höheren« Kultur, der nur starke Charaktere widerstehen.
© Peter Rudl

Silvester

Mein Fenster öffnet sich um Mitternacht,
Die Glocken dröhnen von den Türmen nieder,
Die Berge leuchten rings in Flammenpracht,
Und aus den dunklen Gassen hallen Lieder.
Will mir der Lärm, will mir der blut'ge Schein
Des nahen Völkerkriegs Erwachen deuten? -
Noch ist die Saat nicht reif. Die Glocken läuten
Dem neuen Jahr. - Wird es ein beßres sein?

Ein neues Jahr, in dem mit blassem Neid
Die Habsucht und die Niedertracht sich messen;
Ein neues Jahr, das nach Vernichtung schreit;
Ein neues Jahr, in dem die Welt vergessen,
Daß sie ein Altar dem lebend'gen Licht;
Ein neues Jahr, des dumpfe Truggewalten
Den Adlerflug des Geistes niederhalten;
Ein neues Jahr! - Ein beßres wird es nicht.

Von Goldgier triefend und von Gaunerei,
Die Weltgeschichte, einer feilen Dirne
Vergleichbar, kränzt mit Weinlaub sich die Stirne,
Und aus der Brust wälzt sich ihr Marktgeschrei:
Herbei, ihr Kinder jeglicher Nation;
An Unterhaltung ist bei mir nicht Mangel.
Im Internationalen Tingeltangel,
Geschminkt und frech, tanz' ich mir selbst zum Hohn.

Den he'ligen Ernst der menschlichen Geschicke
Wandl' ich zur Posse, daß ihr gellend lacht;
Den Freiheitsdurst'gen brech' ich das Genicke,
Damit mein Tempel nicht zusammenkracht.
Ich bin der Friede , meine holden Blicke
Besel'gen euch in ew'ger Liebesnacht;
Wärmt euch an mir und schlaft bei meinem Liede
Sanft und behaglich ein; ich bin der Friede!

Drum segne denn auch für das künft'ge Jahr
Gott euren süßen Schlaf. Das Todesröcheln
Des Bruders auf der Freiheit Blutaltar
Verhallt, wenn meine fleisch'gen Lippen lächeln.
Nur wenn der eigne Geldsack in Gefahr,
Dann tanz' ich mit den schellenlauten Knöcheln
Sofort Alarm, damit euch eure Schergen
Zu den geraubten neue Schätze bergen.

Warum schuf Gott den Erdball rund, warum
Schuf Krupp'sche Eisenwerke er in Essen,
Als daß den Heiden wir mit Christentum
Und Schnaps das Gold aus den Geweiden pressen.
Ein halb Jahrtausend ist das nun schon Mode,
Doch sehr verfeinert hat sich die Methode:
Kauf oder stirb! Wer seines Goldes bar,
Den plagt dann ferner auch kein Missionar.

Ich bin der Friede, meine Schellen läuten,
Sobald des Menschen Herz sich neu belebt,
Und meine Füße, die den Tod bedeuten,
Zerstampfen, was nach Licht und Freiheit strebt.
Ich bin der Friede, und so wahr ich tanze
Auf Gräbern in elektrisch grellem Glanze,
Es fällt zum Opfer mir das künft'ge Jahr,
Wie das geschiedne mir verfallen war!

So sang die Göttin. Aber Gott sei Dank,
Noch eh sie dirnenhaft von hinnen knixte,
Gewahrt' ich, daß die üpp'ge Diva krank
Und alt, so rot sie sich die Wangen wichste,
Daß schon der Tod ihr selbst die Brust gehöhlt;
Und tausend Bronchien rasselten im Chore:
Der rote Saft sprengt dieses Leichnams Tore,
Eh er noch einmal seine Jahre zählt.

Dann wurden unterird'sche Stimmen laut:
Der Mensch sei nicht zum Knecht vor goldnen Stufen,
Es sei zum Herrscher nicht der Mensch berufen,
Der Mensch sei nur dem Menschen angetraut.
Ein dumpfes Zittern, wie aus Katakomben,
Erschütterte den Boden. Alsogleich
Ward jeden Gastes Antlitz kreidebleich:
Bewahr' uns Gott vor Anarchie und Bomben!

Ich aber denke: Eh ein Jahr vergeht,
Vergeht die Kirchhofsruhe. Böse Zeichen
Verkünden einen Krieg, der seinesgleichen
Noch nicht gehabt, solang die Erde steht.
Noch ist die Saat nicht reif, doch wird sie reifen,
Und Habgier gegen Habgier greift zum Schwert;
Es wird der Bruder, seines Bruders wert,
Dem Bruder mörd'risch nach der Kehle greifen.

Die Glocken sind verhallt, verglommen sind
Die Feuerbrände und verstummt die Lieder;
Die alte, ew'ge, blinde Nacht liegt wieder,
Wie sie nur je auf Erden lag, so blind;
Und doch hängt das Geschick an einem Haar
Und läßt sich doch vom Klügsten nicht ergründen.
Wie werden diese Welt wir wiederfinden,
Wenn wir sie wiederfinden,übers Jahr?
Frank Wedekind

Gemeoss

Die 10 großen A auf der Leiter zum Erfolg: Alle Anfallenden Arbeiten Auf

Andere Abwälzen, Anschließend Anschnauzen, Aber Anständig! Unbekannt Alles was schön ist, bleibt auch schön, auch wenn es welkt. Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben. Maxim Gorkij No light in the Dark Braun Das Uniformhemd Dumm Der Gesichtsausdruck Zerstört Der Rest Menschlichkeit Von Haß zerfressen Das Herz Falsche Parolen Sie zerstören Frieden Durch Angst vor dem Fremden Aufmarsch von Dummen Verbreitung von Angst Durch Kampfbereite Maschinen Die Chaos verbreitend Durch Straßen ziehn Und Unschuldige zerbrechen Wie gefrorene Grashalme Im Sturm Menschen nehmt euch in acht Die Nacht erwacht Das Braune erstarkt No Light in the Dark? Olivegrün Die Jacke Kahl Der Schädel Die Arme Tätowiert mit Hakenkreuzen Symbole der Macht Die Gemeinheit bedeuten Rechte Gedanken Sie verderben Liebe Durch rohe Gewalt Das Volk geschockt Verhaftung von Nazis Durch Väterchen Staat Der Krampfhaft versucht Den Haß zu verhindern Und Schuld zu ...

Es ist höchste Zeit, daß der Mensch endlich seinen Wert erkenne. In der

Tat, was soll das, ist er denn irgendein ungesetzlich geborenes Wesen? Geziemt es ihm, sich zu verstecken und nach allen Seiten umzusehen? Nein, ich will meinen Kopf kühn und gehoben tragen. Das Leben ist mir nicht deshalb gegeben, damit ich es zur Schau trage, sondern, damit ich es lebe. Ich bin mir der Pflicht bewußt, daß ich die Wahrheit zu reden habe, die volle Wahrheit auf allen Wegen. Nicht um die Meinung, die die Leute über mich haben, habe ich mich zu kümmern, sondern um meine wahre Bestimmung. Ralph Waldo Emerson Je grüner der Frosch, desto quak. Je höher der Sprungturm, desto platsch. Je härter die Nuß, desto knack. Je gelber das Telefon, desto hallo. Je tiefer das Loch, desto plumps. Je tiefer das Wasser, desto blubb. Je schneller das Auto, desto Krach. Unbekannt Das Glück ist nicht in einem ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in ganz feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zurechtzimmern. Carmen Sylva Wer zu Papier bringt was er leidet, wird ein ...

Hüte Dich vor den Menschen die beteuern, daß sie alles für Dich tun

würden, denn nicht selten wollen sie Dich nur zu einem Sklaven machen. Hinter aufgesetzter Selbstlosigkeit steckt oftmals der Wunsch, einen Menschen unter allen Umständen und für immer an sich zu binden. Und wehe Du erfüllst diesen Wunsch eines Tages nicht! © Benjamin Stelzer Die Aehren Der Abend war selbst wie ein Wunder der Liebe, Sie gingen umschlungen und stumm vor Liebe Aus den Feldern dem träumenden Dorfe zu. Sie lehnte sich wärmer an ihn. Sie sagte, So still, als wenn der Abendwind klagte: "Im Korn, das war doch eine Sünde, du!" Er löst seine Hand und Wange von Wange: "Und nennst dus Sünde, daß ich dich umfange, So liebst du mich nicht und liebst mich nicht!" Da schaut sie empor zu dem Zornigen, Wilden Und sieht mit erschrockenen, hilflosen, milden Augen dem Liebsten ins Angesicht, Und lächelt in Tränen und löst die bleichen, Bebenden Lippen und sagt mit weichen Worten zum Liebsten: "Das sagst du mir?" Und schlingt den Arm u...

Aufgabe der Erziehung wäre es, den metaphysischen Hunger des Menschen durch Mitteilung von

Tatsachen in weisem Maß zu stillen, statt ihn durch Märchen, was ja die Dogmen sind, zu betrügen. Arthur Schnitzler Es gibt für den Menschen keine geräuschlosere und ungestörtere Zufluchtsstätte als seine eigene Seele. Halte recht oft solche stille Einkehr und erneuere so dich selbst. Marc Aurel Die Deutschen sind recht gute Leut, Sind sie einzeln, sie bringen's weit; Nun sind ihnen auch die größten Taten Zum ersten Mal im Ganzen geraten. Ein jeder spreche Amen darein, Daß es nicht möge das letzte Mal sein. Johann Wolfgang von Goethe Wenn die Leute sich nur halb so viel Rechenschaft über ihr eigenes Leben geben wollten, als über das Leben der anderen, so würden sie sich des Ratgebens meist enthalten. Fanny Lewald Bei Skepsis ist stets drauf zu achten, auch sie mal damit zu betrachten! © Gudrun Zydek In den Naturgesetzen hat sich der Mensch nur selber entdeckt und offengelegt, wie er die Natur sieht. © Stefan Dehn Demut ist zu allen Dingen gut. Deutsches S...

Ohne Kampf und Verleugnung gibt es keinen Adel und wahren Wert für den

Menschen, und ohne Kampf kennt er die Kluft nicht, die in unserm Inwendigen zwischen Wollen und Sein, zwischen edel und gut befestigt ist, und kann sie nicht kennen. Matthias Claudius Leistung Wer sich scheut, die Hand zu regen, wird auf der Welt auch nichts bewegen. Erst die Leistung zu erbringen, lässt im Korb Erwerbe klingen. Niemand als nur du allein hörst in das eig'ne Ich hinein. Drum lass es sein dir dran gelegen, Urteil nur für dich zu geben. Über andre Urteil fällen, wird oft die eignen Ohren prellen. Es stirbt manch Fuchs in seinem Bau meistens durch 'ne Eigenshow. Alles, was dies Verslein schmückt, großartig ist's ausgedrückt: Eines Dichters holder Wahn fängt meistens bei sich selber an! © Tilly Boesche-Zacharow

Hippokrates hat von den Ärzten eine saubere Gesinndung gefordert,

Semmelweis saubere Hände. © Prof. Dr. Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger Der Atheist hat ein Bild von ›Gott‹, das er negiert. Der Fanatiker hat eines, mit dem er sich die Augen tapeziert. Der Gläubige vertraut einem Bild, das ihm vom eigenen Herzen oder von anderen anvertraut ist. Der von Liebe Erleuchtete schaut das wahre Selbst. Er lebt im bildlosen Flüstern des Windes und atmet Sonne aus jedem Regentropfen. © Peter Horton Ossis wie Friedrich Schiller oder Johann Wolfgang von Goethe reißen alles wieder raus. © Erwin Koch Wer nichts hat, muss Verzicht lernen. Die anderen müssen ihn üben, weil sie sonst irgendwann nichts mehr haben. © Klemens Winterer Unser Dasein entstand mehr durch einen Zufall und weniger als ein Geschenk der Himmels. © Siegfried Santura Lebensgröße Meine ganz eigene Welt ist zwar klein, aber dennoch bin ich die Größte darin. © Andrea Koßmann Nichts ist gleichgültiger als die Ewigkeit. © Peter Rudl Jedes Blatt fällt in vollkommene...

Rast. Gast sein einmal. Nicht immer selbst seine Wünsche bewirten mit kärglicher Kost.

Nicht immer feindlich nach allem fassen, einmal sich alles geschehen lassen und wissen: was geschieht, ist gut. Rainer Maria Rilke Ich wünsche Dir für die Straße des Lebens viel Treibstoff, damit die Energie nicht ausgeht, keine langweilige Autobahn sondern eine abwechslungsreiche Landstraße, keinen Stau, wohl aber öfters eine langsame Spazierfahrt, stets einen guten Beifahrer, eine gute Beifahrerin, unterhaltsame Mitfahrer, wohlwollende Aufmerksamkeit der Straßenverkehrsteilnehmer, eine warme, heimelige Garage gute Landkarten, damit Du Dich zurechtfindest im Straßenwirrwarr, keine Pannen und Geisterfahrer, im Notfall einen schnell helfenden "ADAC" allzeit einen aufmerksamen Schutzengel, stets eine gute Fahrt. © Hermann Lahm

Täuscht euch nicht, Faultiere verfügen über ein sehr begrenztes

Privatleben. © Martin Gerhard Reisenberg Für mein Kind wenn ich einmal nicht mehr bin, setzt dich zu den bäumen hin, sie erzählen dir von mir, es ist, als wär ich wieder hier, wenn ich einmal nicht mehr bin, geh zu einem bache hin, in seinem wasser kannst du mich sehen, ich werde immer bei dir stehen, werd ich einmal nicht mehr sein, schaue in dich selbst hinein, in dir selbst, findest du mich mein kind, mein sohn, ich liebe Dich. © Hanka Lindstaedt Es liegt in der Natur des Universums, plagiiert zu werden. Der Kosmos ist ein Ergebnis von Wiederholungen. © Elmar Schenkel Den Abgasen tausend Dank! Sie reichern den Sonnenuntergang mit neuen Farbtönen an. © Kurt Marti Kommt dir auf der Treppe ein Bär entgegen, steht ein Unglück ins Haus. © Michael Höfler Halb bairisch Du, armer Sünder, tu fei Buß! Der Teifi steht Gewehr bei Fuß. © Dr. Sigbert Latzel Nur allein der Mensch vermag das Unmenschliche. Johann Wolfgang von Goethe Opium heilt alles – auße...

Rache heißt, um der Vergangenheit willen handeln, sie ist also eine um 180

Grad falsch gedrehte Energie. Prentice Mulford Daß Ernst nicht immer ernst sein muß, zeigt sich daran, daß man, auch ohne immer ernst zu sein, Ernst sein und heißen kann. © Stefan Wittlin In je drei Eigenschaften zeichnet sich der echte Israelit aus, in Mitleid, Schamhaftigkeit und Wohltätigkeit. Talmud Armbrustzeichen Das Eigenschaftswort »schweizerisch« meint eine spezifische Art, mit unseren Problemen nicht fertig zu werden. © Kurt Marti Ein Reisender mit Geschmack bemerkt sofort, daß die Weisen überall höflich sind, während die Narren nur zu Hause höflich sind. Oliver Goldsmith Es gibt fünf Ernten auf der Welt, also braucht niemand zu hungern. Wu Cheng-En Ein Buch muss schon alleine deswegen immer wieder gelesen werden, weil der Leser sich ständig weiterentwickelt. © Roger Blacan Es quietscht in den Scharnieren vom ständigen Sanieren. © Henry Schaffner Häufig machen Kleingeister mit großer Klappe große Geister mundtot. © Michael Marie Jung Es gibt Mens...

Die Gunst des Großen wird nicht selten bloß dadurch verloren, daß man ihnen

sich zu ähnlich stellt. Horaz Wenn eine Frau ins Herz einer anderen trifft, dann verfehlt sie selten die verwundbare Stelle, und die Wunde ist unheilbar. Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos Nach drüben Es geht ein Weg nach drüben, So schön und doch so weit. Wer könnt es mir verübeln, ihn zu gehen, wird es Zeit Am Ziele angekommen halt ich Rast am Himmelstor. Vom Fußmarsch noch benommen, dringen Töne an mein Ohr. Auf Erden läuten Glocken, wie es scheinet nur für mich. Leis' Gesänge mich verlocken, lauschend, doch betrübt bin ich. Sitzend noch, vorm großen Tor, die Augen voller Tränen, schlief ich summend ein davor, es entströmt ein bitt'res Sehnen. Ich wachte auf und sah mich um, nichts hatte sich verändert. Die Wolken zieh'n um mich herum, auch das Tor blieb unverändert. Warum nur blieb das Tor so lang, herzlos unbeweglich stehen? Langsam wurd mir Angst und Bang, daß mir kein Einlaß wird versehen. Da kam zum Tor ein kleines Kin...