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Man nennt manches Bosheit, was mit einem häßlichen Gesicht getan wird.Georg Christoph LichtenbergErkenntnisWas

einst mein Herz erquickte,
Der Himmel Stern an Stern,
Seit in Dein Aug ich blickte,
Wie lass' ich ihn so gern!
Nach einem Zauber heb' ich
Mein Aug', nach einer Zier:
Ah! alle Schönheit geb' ich
Um einen Blick von dir.

Was einst mein Leben schmückte,
Des Wissens goldner Kern,
Seit ich ans Herz dich drückte,
Wie miss' ich ihn so gern!
Nach einem Glücke streb' ich,
Nach einem Trostpanier:
Ach! alle Weisheit geb' ich
Um ein Kuß von dir.
Ludwig Pfau

Steine, die das Herz beschweren, können plötzlich leicht werden –
durch die Freude.
© Ingrid Streicher

Kinder spielen Verstecken im Park,
Erwachsene in ihren Beziehungen.
© Stefan Rogal

Not macht erfinderisch,
Krankheit macht gläubig,
und der Tod vielleicht frei.
© Dr. Ebo Rau

Freude an der Freude und Leid am Leid des Anderen,
das sind die besten Führer der Menschen.
© Albert Einstein

Kinder würden Kasper wählen.
© Peter Hohl

Mit jedem Menschen stirbt eine Welt.
Nachruf

Vorsätze sind Sätze ohne Nachhaltigkeit.
© Brigitte Fuchs

Große Menschen sind da –
aber nicht für die Kleinen.
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Gemeoss

Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du

in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen. Aus China Es ist leicht für jemanden von Keuschheit zu reden, der noch nie mit einer Frau geschlafen hat. Anton Pawlowitsch Tschechow Kritteln kann der enge Schulverstand Doch schaffen nur der freie Genius. Johann Valentin Neuffer Gehe mit Gelehrten um, so wirst du Gott immer mehr zu danken haben. Aus Arabien in der Kirche sieht man den Glauben vor lauter Normen nicht © Anke Maggauer-Kirsche Wir brauchen mehr Verstand als Glück. © Manfred Hinrich Ich flieg' auf dich! Kann ich bei dir landen? © Helga Schäferling Versucht die Liebe, die eure Pflicht ist! Johann Heinrich Pestalozzi Wer was weiß, der schweig! Wem wohl ist, der bleib! Wer was hat, der behalt! Unglück kommt ohne das bald! Martin Luther

Auf der Grundlage historischer Studien das Schöne und Darstellbare einer Epoche umspannend, darf

der Roman auch wohl verlangen, als ebenbürtiger Bruder der Geschichte anerkannt zu werden. Joseph Victor von Scheffel Wer sich die Kenntnis der Medizin gründlich aneignen will, der muß folgender Dinge teilhaftig werden: der natürlichen Anlage, des Unterrichts, und zwar von Jugend auf, der Lust zur Arbeit, und genügender Zeit. Das Wichtigste vor allem ist die natürliche Anlage. Wo die fehlt, ist alles umsonst. Wo sie aber die richtige Führung hat, da wird sie zur Lehrmeisterin der Wissenschaft. Weiter aber bedarf es der Lust zur Arbeit für lange Zeit. Denn die Unerfahrenheit ist ein schlechter Schatz für die, die sie besitzen, und die Nährmutter der Feigheit und der Frechheit. Feig aber ist der Schwache und frech der Nichtskönner! Hippokrates von Kos Eines Abends stellte der Zweifel meine Träume auf den Boden der Realität, bezeichnete sie als Hirngespinste. Sie schmunzelten nur, denn insgeheim wussten sie längst, dass sie mich auf dem Weg der Zuversicht zum Glück führen....

Das Dichten gar mancher unserer modernen Poeten ist kein

Zeugen, sondern ein Selbstschänden. Johann Jakob Mohr Die Falschheit herrscht, die Hinterlist Bei dem feigen Menschengeschlechte. Johann Christoph Friedrich von Schiller Gott hat nur Wasser geschaffen, aber der Mensch machte den Wein. Victor Marie Hugo Um den Gefühlen Raum zu geben bedarf es drei Dinge: Pinsel, Farben und Papier © Wilma Eudenbach Oft warten die Nebenwirkungen schon auf die Medikamente. © Michael Marie Jung Schein kann Sein sein. © Manfred Hinrich Erfinder glauben an mehr. © Alfred Selacher Das Geld geht hinkend ein und tanzend fort. Alter Spruch Junge werden auch älter aber nicht so plötzlich © Anke Maggauer-Kirsche

Wie jedermann weiß, halten sich Provisorien besonders hartnäckig. Wahrscheinlich hat Er gesagt: "Na

ja, eigentlich wollte ich ein intelligentes Lebewesen schaffen. Aber der Mensch … na ja, nehm ich ihn halt einmal als Provisorium…" © Wolfgang J. Reus Du ahnungsvoller Engel du! Gefühl einer sich nahenden, noch ungesehenen Person, Ahnung entfernter Begebenheiten, Bewußtsein der Gedanken eines vor ihm Stehenden, Nötigung anderer zu seinen Gedanken. Diese und dergleichen Gaben sind unter mehreren Menschen ausgeteilt; mancher kann sich derselben ein und das andere Mal rühmen, aber die ununterbrochene Gegenwart solcher Fähigkeiten, die in jedem Falle bereite Ausübung einer so staunenswürdigen Wirksamkeit, dies ist vielleicht nur in einem Jahrhundert zu denken, wo zusammengehaltene unzersplitterte Geistes - und Körperkräfte sich mit erstaunenswürdiger Energie hervortun konnten. Johann Wolfgang von Goethe

Mittels Beförderungen entschärft man die meisten Menschen am gründlichsten.©

Martin Gerhard Reisenberg Man muß die Wahrheit von ihren Kleidern befreien. Dann erblickt man Kafkas Hungerkünstler. © Matthias Pleye Die Frau hat ihr Licht vom Mann wie der Mond von der Sonne. Aus Dänemark Unschuld und Schuld, nicht selten Zellennachbarn. © Franz Friedrich Kovacs Nur Verliebte haben eine Vorstellung von der Ewigkeit. Emanuel Wertheimer Die Frucht der Arbeit ist das süßeste aller Vergnügen. Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues Jede Illusion lebt, alleine weil wir sie »erdacht« haben. © Gerd Peter Bischoff Eine weiße Weste gibt es heute nur noch in der Waschmittelwerbung. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Das ist alles. Wenn eine Frau ein Baby bekommt, wird sie Gebärmutter. Stilblüte Ratschlag an alle, die nicht gern arbeiten: Arbeiten Sie schnell, damit Sie es hinter sich bringen! © Waltraud Puzicha

Es ist lange her, daß sich die menschliche Phantasie die Hölle ausgemalt hat,

aber erst durch ihre jüngst erworbene Fertigkeit ist sie in die Lage versetzt worden, ihre einstigen Vorstellungen zu verwirklichen. Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck Wenn man überhaupt etwas Wunder nennen kann, dann vielleicht dies des empirischen Gottvertrauens. © Peter Rudl Eines mit dem Einen, Eines von dem Einen und in Einem selber das Eine ewiglich. Meister Eckhart Ein weiser Mensch lächelt nachsichtig, wenn er bei anderen die Fehler und Torheiten beobachtet, die er selbst begehen mußte, um weise zu werden. Unbekannt Jeder Augenblick ist von Gott her bestimmt; der Mensch kann ihn weder berechnen noch in den Griff bekommen. Bibel Halte jeden Engel für einen Engel, und verschließe die Sachen vor ihm wie vor einem Diebe! Sprichwort

Nie sangen die Vögel so lüstern. Sonne und Winde flüstern Von weichen, wonnigen Frauen, Alle Bäume

hangen voll Küsse, Alle Lippen müssen verlangen, Der Frühling ist hungersäend Über die Erde gegangen. Max Dauthendey Was mich ein Leben lang negativ beeindruckt hat, das ist die Ohnmacht des Menschen, Missstände und Ungerechtigkeit zu beseitigen. © Paul Schibler Wenn der Adel an der Kanaille etwas Schätzenswertes findet, so hebt er sie in seinen eigenen Kreis hinein durch das Adeln. Die Kanaille sollte sich das nicht gefallen lassen. Christian Friedrich Hebbel Ängstliche können ihrem Leben nicht viel abgewinnen, weil sie ihre ganze Kraft dafür einsetzen müssen, nicht zu verlieren. © Ernst Ferstl Nicht immer groß muß die Gabe sein. Oft erwirbt man mit Wenigem Lob. Edda

Nichts ist bei der häufigen Lektüre schädlicher, als daß uns die Lehren der

Weisheit - ohne daß eine gegenwärtige Erfahrung sie auf uns bezöge - so wiederholet werden, daß wir sie nie auf uns anwenden. Jean Paul Sonnentag Der Garten steht in voller Blüte, die Blumen duften ringsumher, im Sonnenlicht erstrahlt die Erde, mit ihren Blüten satt und schwer. Die Bäume hängen voller Früchte, es grünt und blüht in Wald und Flur, im bunten Meer aus tausend Farben, zeigt sich die Laune der Natur. Die Falter tänzeln durch die Lüfte, die Grillen zirpen froh ihr Lied, Gefühle voller Glück und Freude, heut alle man nur glücklich sieht. Und keine Wolke ziert den Himmel, die Welt ist voller Sonnenschein, heut will auch ich den Tag genießen, denn morgen kann schon Regen sein. © Diana Denk

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack

Was kunstvoll ist, erfordert Fleiß, Mühe und Arbeit, bis

es aufgefaßt und erlernt ist. Albrecht Dürer Die hohe Kunst des Denkens besteht darin, sich keine Gedanken zu machen. © Andreas Tenzer Wenn man den Habicht nicht fangen kann, muß man ihn Adler rufen – d.h. ihm schmeicheln. Deutsches Sprichwort Ohr und Finger, der Zusammenhang der Dinger! Alter Trinkspruch Des einen Los ist, arbeiten bis zum Umfallen. Die anderen sind arbeitslos. © Helga Schäferling Autos blicken oft freundlicher als ihre Fahrer. © Raymond Walden Unser Wohlbefinden ist oft nur eine Wetterfrage. Aus Frankreich Hoffnung = Opium für die Armen der Welt. © Prof. Querulix er warf ein Auge auf sie das kann ins Auge gehen © Anke Maggauer-Kirsche