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Nicht soll dich das Glück zu Hochmut verleiten, noch das Unglück dich zu

seinem Sklaven machen. Nein, wie das Gold im Feuer, bleibe, der du bist, und rette dir dein eigenes Selbst.
Euripides

Herr, wie du willst, soll mir geschehn,
Und wie du willst, so will ich gehn:
Hilf deinen Willen nur verstehn.
Herr, wenn du willst, dann ist es Zeit,
Und wenn du willst, bin ich bereit,
Heut und in alle Ewigkeit.
Joachim Ewald von Massow

Nichts verbindet sich dem Menschen, was zwangsweise geschieht – was nicht eingeht in Freiheit zum Menschen, hat nicht Bestand.
Carl Hilty

Über den Bergen

Über den Bergen,
weit zu wandern, sagen die Leute,
wohnt das Glück.
Ach, und ich ging,
im Schwarme der andern,
kam mit verweinten Augen zurück.
Über den Bergen,
weit, weit drüben, sagen die Leute,
wohnt das Glück.
Carl Hermann Busse

Der Name Jesu soll in euch verherrlicht werden und ihr in ihm.
Bibel

Berechnende Menschen bekommen keine Rechnung,
sondern irgendwann die Quittung.
© Helmut Glaßl

Die Reue vermag dem Geschehenen einen neuen Sinn zu geben und so das Böse dem Guten dienstbar zu machen.
Landgraf Joseph Ignaz Philipp von Hessen-Darmstadt

Komm, schöne Katze, an mein Herz,
doch ziehe ein die scharfen Klauen;
laß mich in deine Augen schauen,
in Augen aus Achat und Erz.
Charles Baudelaire

Willst du keine Grobheit sagen, räche dich durch eine – Schmeichelei.
Verfasser unbekannt

Gemeoss

Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals

leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefaßt die Zügel festzuhalten, und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Wohin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam. Johann Wolfgang von Goethe Manchmal Scheinen die Dinge auseinanderzubrechen Wenn du es am wenigsten erwartest Manchmal Möchtest du zusammenpacken und sie alle mitsamt ihrem Lächeln hinter dir lassen. Unbekannt Nicht arme und nicht reiche Menschen soll das Jahrhundert hervorbringen, sondern zufriedene Menschen. Peter Rosegger Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen. Franz von Assisi Nur das Geld, welches man nicht besitzt, stinkt immer. © Martin Gerhard Reisenberg Mein Kuss für Dich ist ein lautloses Versprechen. © Elvira von Ostheim

Nichts ist bei der häufigen Lektüre schädlicher, als daß uns die Lehren der

Weisheit - ohne daß eine gegenwärtige Erfahrung sie auf uns bezöge - so wiederholet werden, daß wir sie nie auf uns anwenden. Jean Paul Sonnentag Der Garten steht in voller Blüte, die Blumen duften ringsumher, im Sonnenlicht erstrahlt die Erde, mit ihren Blüten satt und schwer. Die Bäume hängen voller Früchte, es grünt und blüht in Wald und Flur, im bunten Meer aus tausend Farben, zeigt sich die Laune der Natur. Die Falter tänzeln durch die Lüfte, die Grillen zirpen froh ihr Lied, Gefühle voller Glück und Freude, heut alle man nur glücklich sieht. Und keine Wolke ziert den Himmel, die Welt ist voller Sonnenschein, heut will auch ich den Tag genießen, denn morgen kann schon Regen sein. © Diana Denk

Mittels Beförderungen entschärft man die meisten Menschen am gründlichsten.©

Martin Gerhard Reisenberg Man muß die Wahrheit von ihren Kleidern befreien. Dann erblickt man Kafkas Hungerkünstler. © Matthias Pleye Die Frau hat ihr Licht vom Mann wie der Mond von der Sonne. Aus Dänemark Unschuld und Schuld, nicht selten Zellennachbarn. © Franz Friedrich Kovacs Nur Verliebte haben eine Vorstellung von der Ewigkeit. Emanuel Wertheimer Die Frucht der Arbeit ist das süßeste aller Vergnügen. Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues Jede Illusion lebt, alleine weil wir sie »erdacht« haben. © Gerd Peter Bischoff Eine weiße Weste gibt es heute nur noch in der Waschmittelwerbung. © Prof. Dr. med. Gerhard Uhlenbruck Das ist alles. Wenn eine Frau ein Baby bekommt, wird sie Gebärmutter. Stilblüte Ratschlag an alle, die nicht gern arbeiten: Arbeiten Sie schnell, damit Sie es hinter sich bringen! © Waltraud Puzicha

Nie sangen die Vögel so lüstern. Sonne und Winde flüstern Von weichen, wonnigen Frauen, Alle Bäume

hangen voll Küsse, Alle Lippen müssen verlangen, Der Frühling ist hungersäend Über die Erde gegangen. Max Dauthendey Was mich ein Leben lang negativ beeindruckt hat, das ist die Ohnmacht des Menschen, Missstände und Ungerechtigkeit zu beseitigen. © Paul Schibler Wenn der Adel an der Kanaille etwas Schätzenswertes findet, so hebt er sie in seinen eigenen Kreis hinein durch das Adeln. Die Kanaille sollte sich das nicht gefallen lassen. Christian Friedrich Hebbel Ängstliche können ihrem Leben nicht viel abgewinnen, weil sie ihre ganze Kraft dafür einsetzen müssen, nicht zu verlieren. © Ernst Ferstl Nicht immer groß muß die Gabe sein. Oft erwirbt man mit Wenigem Lob. Edda

Rast. Gast sein einmal. Nicht immer selbst seine Wünsche bewirten mit kärglicher Kost.

Nicht immer feindlich nach allem fassen, einmal sich alles geschehen lassen und wissen: was geschieht, ist gut. Rainer Maria Rilke Ich wünsche Dir für die Straße des Lebens viel Treibstoff, damit die Energie nicht ausgeht, keine langweilige Autobahn sondern eine abwechslungsreiche Landstraße, keinen Stau, wohl aber öfters eine langsame Spazierfahrt, stets einen guten Beifahrer, eine gute Beifahrerin, unterhaltsame Mitfahrer, wohlwollende Aufmerksamkeit der Straßenverkehrsteilnehmer, eine warme, heimelige Garage gute Landkarten, damit Du Dich zurechtfindest im Straßenwirrwarr, keine Pannen und Geisterfahrer, im Notfall einen schnell helfenden "ADAC" allzeit einen aufmerksamen Schutzengel, stets eine gute Fahrt. © Hermann Lahm

Was kunstvoll ist, erfordert Fleiß, Mühe und Arbeit, bis

es aufgefaßt und erlernt ist. Albrecht Dürer Die hohe Kunst des Denkens besteht darin, sich keine Gedanken zu machen. © Andreas Tenzer Wenn man den Habicht nicht fangen kann, muß man ihn Adler rufen – d.h. ihm schmeicheln. Deutsches Sprichwort Ohr und Finger, der Zusammenhang der Dinger! Alter Trinkspruch Des einen Los ist, arbeiten bis zum Umfallen. Die anderen sind arbeitslos. © Helga Schäferling Autos blicken oft freundlicher als ihre Fahrer. © Raymond Walden Unser Wohlbefinden ist oft nur eine Wetterfrage. Aus Frankreich Hoffnung = Opium für die Armen der Welt. © Prof. Querulix er warf ein Auge auf sie das kann ins Auge gehen © Anke Maggauer-Kirsche

Die Größe eines Menschen hängt allein davon ab, wie stark er von der

Vernunft beherrscht wird. Der Geist aller wirklich Großen wird nicht von der Ratio geprägt, sondern von schönen Wahnvorstellungen (...) Man denke nur an die Unternehmungen Alexanders des Großen: Das alles ist schöner Wahn. Giacomo Graf Leopardi Die Kunst des Regierens besteht im Versüßen bitterer Pillen. Louis Adolphe Thièrs Ein Zyniker, der mit dem Falschen das Richtige fälschlich als naiv verwirft, ist richtigerweise als naiv zu bezeichnen. © Timo Krall Auch bei Gegenwind kann man vorwärts kommen. © Dr. Ebo Rau Nur allzuoft ist eine unglückliche Kindheit die Einleitung und das Anzeichen einer verderblichen, frühzeitigen Reife. Alexandre Rodolphe Vinet Überzeugung heischt der Kaltsinn nur; die Liebe schenket Glauben. Ernst Benjamin Salomo Raupach

Eine arme Dienstmagd hat Freude im Herzen und kann sagen: ich koche jetzt,

ich mache das Bett, ich kehre das Haus; wer hat's mich geheißen? Gott hat es getan. Ei, so muß es wahr sein, daß Gott einen Gefallen daran habe. Wie kann ich denn seliger sein? Ist es doch ebensoviel, als wenn ich Gott im Himmel kochen sollte. Martin Luther Glücklichsein – oder: der ungebackene Kuchen. Betrachtet man das Glücklichsein als einen großen Kuchen, so sind die Schultern, an denen man sich anlehen kann, und die Arme, die sich für einen ausbreiten, so wichtig wie Mehl und Zucker. Doch oft fehlt die Zeit, den Kuchen zu backen, obwohl man Mehl und Zucker im Haus hat. © Dr. Beatrix Esser-Schlierf Die Stärke unserer Aufmerksamkeit entspricht ... der Stärke unserer Leidenschaft. Claude-Adrien Helvetius Ein Roman ist eine veredelte Biografie. Jean Paul Die Not bricht Eisen. – Recht, Wenn man so feig ist, mit dem Eisen nicht Die Not zu brechen. Christian Dietrich Grabbe In einem ungeschriebenen Buch schlummert mehr Weisheit als in tausend geschriebenen. © Andr...

Auf der Grundlage historischer Studien das Schöne und Darstellbare einer Epoche umspannend, darf

der Roman auch wohl verlangen, als ebenbürtiger Bruder der Geschichte anerkannt zu werden. Joseph Victor von Scheffel Wer sich die Kenntnis der Medizin gründlich aneignen will, der muß folgender Dinge teilhaftig werden: der natürlichen Anlage, des Unterrichts, und zwar von Jugend auf, der Lust zur Arbeit, und genügender Zeit. Das Wichtigste vor allem ist die natürliche Anlage. Wo die fehlt, ist alles umsonst. Wo sie aber die richtige Führung hat, da wird sie zur Lehrmeisterin der Wissenschaft. Weiter aber bedarf es der Lust zur Arbeit für lange Zeit. Denn die Unerfahrenheit ist ein schlechter Schatz für die, die sie besitzen, und die Nährmutter der Feigheit und der Frechheit. Feig aber ist der Schwache und frech der Nichtskönner! Hippokrates von Kos Eines Abends stellte der Zweifel meine Träume auf den Boden der Realität, bezeichnete sie als Hirngespinste. Sie schmunzelten nur, denn insgeheim wussten sie längst, dass sie mich auf dem Weg der Zuversicht zum Glück führen....

Sagt der Theologe zum Philosophen: Philosophie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen

Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist. Erwidert der Philosoph: Aber Theologie ist, wenn jemand in einem absolut dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist, und dann ruft: "Ich hab sie!" Unbekannt Abendlied Ringsum nun wird es stille, Indeß der Tag versinkt, Und froh im Gras die Grille Den Thau der Dämmrung trinkt. Aufsteigt die Nacht im Westen, Sie athmet hörbar kaum Und wiegt von Ast zu Aesten Den Wald in Schlag und Traum. Den Vögeln wie sie brüten, Drückt sie die Augen zu Und lullt im Thal die Blüten, Die Aehren all' in Ruh'. Komm, Mutter Nacht, und lege Die Hand aufs Herz mir mild, Daß sie die wilden Schläge Dem Ruhelosen stillt! Adolf Friedrich Graf von Schack